Chronik & Geschichte Oberflockenbachs

Größe, Einwohner

Die Gemarkungsfläche der ehemaligen Gemeinde Oberflockenbach umfasste 742 ha, vom Bildstock über den Steinberg, um den Eichelberg zur Hohen Straße, dann das Daumbachtal abwärts über den Dörrberg und in einer Schleife über die Göllhecke zum Bildstock; etwa ein Kreisrund.
Während die drei Weiler 1939 noch 656 Einwohner hatten, haben sich die Orte nach dem Krieg stark ausgeweitet, so dass heute etwa 2300 Enwohner in den Stadtteilen Oberflockenbach, Wünschmichelbach und Steinklingen der großen Kreisstadt Weinheim leben.

Lage

Die drei Ortschaften liegen im kristallinen Teil des südwestlichen Odenwaldes, etwas sechs bis acht Kilometer von der Bergstraße entfernt und sind von den Ballungsgebieten um Mannheim, Heidelberg und Weinheim über das Gorxheimertal oder über Hirschberg-Großsachsen gut zu erreichen. Die Wanderparkplätze auf dem Bildstock, an der Zigeunereiche (Ursenbacher Höhe) und im Haundel werden stark frequentiert. Wandertafeln und gut markierte Wanderwege erschließen die Region um den Eichelberg (526 m) und den Steinberg ( 427 m). Unzählige, teils bewaldete Kuppen, grüne Wiesengründe und ein vielfältiger Mischwald prägen das abwechslungsreiche Bild der ehemaligen Gemarkung Oberflockenbach. Bänke und Wanderpavillons laden zum Verweilen, gut geführte Gastwirtschaften zur Stärkung und saubere Pensionen zum längeren Aufenthalt ein.

Chronik

  • ca. 3.000 v. Chr. Steinbeilfunde
     
  • ca. 800 v. Chr. Vermuteter Keltenwall (Steinberg)
     
  • 877 n. Chr. Mögliche Nennung der Weiler im Lorscher Codex
     
  • Vor der Jahrtausendwende: Besiedelund und Zuweisung der Huben
     
  • 1012 Vicus FIoki in einer Grenzbeschreibung genannt
    (Zugehörigkeit zum Lobdengau, der Waldmark Ladenburg auf Wormser Gebiet)
     
  • 1242 Bau der Kirche in Heiligkreuz als Filiale des Sprengels Leutershausen
     
  • 1310 - 1405 Die Ritter von Steinklingen als Besitzer der Dörfer
     
  • 12. - 13. Jhd. Bau der Burg am Ortsausgang von Oberflockenbach
     
  • ab 15. Jhd. Die Orte werden pfälzisch und zählen zur Kellerei Weinheim, verwaltungsmäßig zur Zent Schriesheim
     
  • 1599 Renovation der Hubeinteilung, Fixierung der Abgaben und Aufgaben und Rechte des Schultheißen mit seinen Geschworenen
     
  • 17. Jhd. Häufiger Bekenntniswechel mit den Herrschern der Kurpfalz;; Beginn der Errichtung von Schulen in der Gemeinde
     
  • 1803 Napoleon löst die Kurpfalz auf, Oberflockenbach wird badisch
     
  • ca. 1840 Ablösung der Zehnten nach einer festgelegten Zahlung, Verkauf und Aufteilung alter Hubgüter
     
  • 19. Jhd. Klein- und Feierabendbauereien entstehen, Verdienstmöglichkeiten in der Industrie in Weinheim
     
  • 1901 Bau des Rathauses
     
  • 1911 - 12 Bau der Schule in Oberflockenbach 
     
  • 1936 Bau der evangelischen Kirche
     
  • ab 1946 Starkes Bevölkerungswachstum durch Ansiedlung von Flüchtlingsfamilien
     
  • 1957 Bau der katholischen Kirche
     
  • 1970 Grundschule in der Dell
     
  • 1972 Eingemeindung der Orte in die Große Kreisstadt Weinheim
     
  • 1992 Errichtung des neuen Kindergartens
     

Anschrift

Stadt Weinheim
Verwaltungsstelle Oberflockenbach
Steinklingener Straße 4
69469 Weinheim

Tel.: 06201 / 2 24 27
Fax: 06201 / 29 23 21
oberflockenbach@weinheim.de

Stadtplan


Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. 08.00 - 12.00 Uhr
Mo. 14.00 - 18.00 Uhr