"Hund & Hybris" am 12. Oktober auf der Studiobühne

"Hund & Hybris" - eine augenzwinkernde Hommage an den Spirit und Sound der Freiheit! Duke Ellington knutscht mit Amy Winehouse im Café de Paris. Thelonious Monk spielt mit Claude Debussy Tischtennis. Ein "Bravo!" für den Clown. Der Mann am Klavier trinkt kein Bier. Er zitiert Tucholsky: "Du brauchst nur zu lieben und alles wird Freude!". "Hund & Hybris" das sind Momente des Schmunzelns in der Einöde voll Langeweile. Ein optimistisches Funkeln im fensterlosen Gang der Geschichte. Witzige Eigenkompositionen, die für einen Augenblick die Tristesse des Alltags vergessen lassen. "Jazz First!"
 
 

Hund&Hybris, das sind:
Malte Bogner – Piano / Komposition
Nico Lengauer – Saxophon / Komposition
Alistair Duncan - Posaune
Sidney Werner - Kontrabass
Alex Schildhauer – Schlagzeug
Jenseits der klassischen Jazzszene entsteht vor allem in Europa eine Rückbesinnung auf die innovative Kraft des Jazz. Diese jungen Musiker orientieren sich am Lebensgefühl der 30er und 1940er Jahre. Man spürt den Geist der Existenzialisten und 68er. Diese Jazzmusiker kommen ganz ohne Schubladen aus. Scheuklappen sind für sie keine Sehhilfen. Sie atmen den Duft der weiten, freien Welt. Und pusten Gefühl mit Poesie statt Stickoxid aus. Solch eine Band ist „Hund & Hybris“ aus Berlin. Ihre Musik entspringt dem multikulturellen Schmelztiegel Neukölln. Das Ensemble ist auf dem besten Weg zur Kultband. Sie füllen Szenelokale wie das „Donau 115“ – vom „Guardian“ zu einem der 10 besten Jazzclubs in Europa gekürt.
 
„Hund & Hybris“ tritt am 12. Oktober in der StudioBühne der Stadthalle auf. Ab 20 Uhr. Der Schlagzeuger Alex Schildhauer hat sie nach Weinheim mitgebracht. Der „Junge mit der Trommel“ ging hier zur Schule. Nahm als 14jähriger an dem creActiv-Band-Austausch mit Imola teil. In „Muddy´s Club“ lernte er die „Helden“ des Blues & Jazz kennen. Besuchte Workshops mit Billy Cobham, Lynne Arriale oder Carola Grey. Wohl durch diesen Einfluss kam der Drummer schließlich an die ArtEZ - hoogeschool voor de kunsten in Arnheim. Schildhauer studierte Schlagzeug bei Joop van Erven, René Creemers und Etienne Nillesen. Nach seinem Abschluss in Jazz- und Popularmusik zog es ihn nach Berlin. Vielen Jazz-freunden an der Bergstraße wird er durch seine Auftritte mit „Malky“ in bester Erinnerung sein. Oder als Mitorganisator des creActiv - Blaue Töne Festivals und dem Madagaskar Festival „Bois de Rose“. Mit den Perkussionisten  Olombelona Ricky und Miaro Tanjona trat er mehrfach in Madagaskar auf.
 
Eigentlich sind die „Karrieren“ der Bandmitglieder von „Hund & Hybris“ ähnlich. Zum Beispiel kam der Pianist und Komponist Malte Bogner ebenfalls über Schule und Musik-schule mit den „Blue Notes“ in Berührung. Auch er verbrachte viel Zeit in einem Jazz-Club. Die „Cavete“ in Marburg. Gleichaltrige chillten oder spielten Fußball. Ihn faszinierten die weißen und schwarzen Tasten. Er nahm an Workshops und Jamsessions teil. Es folgte ein Studium an der niederländischen Hogeschool voor de kunsten in Arnheim. Hier lernte der Tastenkünstler seinen Freund Alex Schildhauer kennen. Mit der Band „Klonk“ gewann er im Jahr 2011 den Studiopreis des Deutschland Funks bei  „Jugend Jazzt“. Mittlerweile wirkt Bogner als Komponist und Pianist in der deutschen Hauptstadt.
 
Aus Schottland zog es Posaunist Alistair Duncan an die Spree. Bereits mit zehn fing er mit der Zug-Posaune an. Ihn interessierten die Möglichkeiten des Goldenen Horns zur Impro-visation. Der Weg zum Jazz war somit zwangsläufig. Duncan studierte von 2009 bis 2013 bei Mark Kellogg an der Eastman School of Music. 2015 schloss er sein Master-Studium in Jazzkomposition bei John Hollenbeck am Jazz Institut Berlin ab. 2016 war der Musiker von der Insel Finalist beim internationalen Posaunenfestival zu Ehren von JJ Johnson.
 
Auch der andere Bläser von „Hund & Hybris“ - Nico Lengauer  -hat seine Kunst in den Niederladen erworben. Auch der gebürtige Bonner begann 2010 sein Saxophon-Studium an der ArtEZ Hogeschool voor de Kunsten Arnhem. Dort hatte er Hauptfachunterricht bei Frans Vermeerssen, Miguel Boelens und Rolf Delfos. 2012 wechselte er an das Jazz Institut Berlin und bekam dort Unterricht von Peter Weniger, Greg Cohen und John Hollenbeck. Während seines Studiums lernte er neben Saxophon auch Querflöte, Klarinette und E-Bass. Von 2011 bis 2014 war er Mitglied des Jugend Jazz Orchesters NRW.  2014 und 2015 spielte er im Bundesjazzorchester. Verschiedene Konzertreisen führten ihn bisher u.a. nach Island, Equador, Russland, Italien, Finnland, Estland, Irland, Israel, Ungarn und Frankreich.
 
Nur Sidney Werner – der Bassist von „Hund & Hybris“ - kommt aus Berlin. Zur Zeit studiert der „Benjamin“ der Gruppe  am Jazz-Institut-Berlin bei Prof. Greg Cohen. Die Berliner Szene gilt inzwischen als eine der  lebendigsten Milieus für Musiker. Mittendrin steht der Kontra-bassist und liefert die „dicken Töne“. Zum Beispiel bei den Projekten wie das Montags-ungeheuer des "Omniversal Earkestra" oder dem von Duke Ellington inspirierten "Far East Trio". Seine Rolle als Bassist interpretiert Werner dabei klassisch. Er versucht immer die Musik als Ganzes gut klingen zu lassen. Ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Seine Bassgeige ist fast ausschließlich im improvisatorischen Bereich zu hören. Für den Seitenkünstler gilt jedoch die alte Weisheit von Duke Ellington: "Es gibt nur zwei Arten von Musik; gute und schlechte".
 
Der Auftritt von „Hund & Hybris“ verspricht also ein Konzert abseits der Klangautobahnen zu werden. „Jung, begabt und fast schwarz!“ (Ben Schmidt).
 
Der Erlös der Veranstaltung kommt der soziokulturellen Arbeit von creActiv e.V. zu Gute.
Karten zu dem besonderen StudioBühnen-Event gibt es im Vorverkauf bei Diesbach Medien.
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(Erstellt am 25. September 2017)

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