Macht und Pracht in Weinheim

Am „Tag des offenen Denkmals“ kann die Stadt wieder punkten – Führungen am 10. September unter anderem auf  der Windeck und zu den Wehrtürmen

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Die Stadt war heiß begehrt – und entsprechend gut geschützt. Die Weinheimer Stadtbefestigung im Mittelalter und der frühen Neuzeit bestand nicht nur aus der Stadtmauer. Charakteristisch waren die Wehrtürme, die der Stadt etwas Uneinnehmbares gaben. Rundgänge entlang der Mittelalterlichen Stadtbefestigung sind in diesem Jahr am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 10. September, 13.30 Uhr bis 18.30 Uhr, ein besonderer Höhepunkt dieses bundesweiten Tages, der in Weinheim natürlich stets einen besonderen Stellenwert genießt. Motto dieses Jahr: „Macht und Pracht.“

Sylvia Wagner, Mitarbeiterin des Stadtarchivs, bietet dieses Jahr Führungen entlang der Stadtbefestigung an: Vom Obertor (Treffpunkt) am Schloss zu den Türmen: Blauer Hut, Müllheimer Tor, Hexenturm, Diebsloch, Judenturm, Niedertor und Roter Turm. Beginn 13.30 und 16 Uhr, Dauer 1,5 bis 2 Stunden. Auch das Schloss selbst darf wieder besichtigt werden. Im Mittelalter befanden sich rechts und links des Obertors Adelshöfe aus dem 14. Jahrhundert, dann wurde es zeitweise kurpfälzisches Schloss und Nebenresidenz, im 19. und Anfang  20. Jahrhunderts gelangte es in den Besitz der Freiherrn und Grafen von Berckheim. Seit 1938 befindet  sich das Schloss im Besitz der Stadt und wird als Rathaus genutzt. Insgesamt vier Führungen durch Museumsleiterin Claudia Buggle und Stadtarchivarin Andrea Rößler finden statt, Beginn 13.30, 14.30, 15.30, 16.30.

Treffpunkt: Schloss Eingang A. Es werden auch separate Führungen hinauf zum Schlossturm angeboten: 13.30 bis 18 Uhr halbstündlich durch Joachim Stoner und Angelika Thieme vom Amt für Baurecht und Denkmalschutz.

Macht und Pracht demonstriert auch die Burgruine Windeck, einst gebaut als Schutzburg des Klosters Lorsch Ende des 11. Jahrhunderts. 1264 ging Burg in kurpfälzischen Besitz über. Danach wurde sie lange Zeit als Wohn- und Wehrbau genutzt, 1674 unter General Turenne zerstört. Seit 1978 ist die Burgruine in Besitz der Stadt Weinheim. Führungen 14, 15, 16 und 17 Uhr durch Cornelia Lauinger, Sabine Seybold und Peter Zschippig vom Amt für Immobilienwirtschaft.

Spannend ist auch ein Besuch im „Ratskeller“. Das Anwesen besteht aus einem Haupt- und einem ehemaligen Nebengebäude. Das dreigeschossige Haupthaus ist auf 1607 datiert und steht auf einem massiven Unter- und Erdgeschoss. Die oberen Stockwerke sind mit reichem Zierfachwerk im Stil der Spätrenaissance verziert. Im Erdgeschoss befindet sich eine Gaststätte. Die oberen Stockwerke wurden gerade neu in Stand gesetzt. 13.30 bis 18.30 Uhr geöffnet, Führungen nach Bedarf durch Herbert und Peter Siebert.

Ein Klassiker beim Tag des offenen Denkmals ist stets der „Rote Turm“. Er entstand als Teil der Stadtmauer nach einem mehrphasigen Ausbau bis Ende des 15. Jahrhunderts. 1504 wurde er erstmals urkundlich als Neuer Turm erwähnt. Er diente auch als Gefängnis, letztmals nach der Badischen Revolution 1848. 13.30 bis 18.30 Uhr geöffnet, Führungen halbstündlich durch den Unterstützerkreis Roter Turm.

In der Obertorstraße 1 oberhalb des Marktplatzes liegt das Fürstenzimmer in einem Wohnhaus, das dem Dichter Albert Ludwig Grimm (1786-1872) gehörte. Das Zimmer im ersten Obergeschoss zeigt noch die ursprüngliche Ausstattung mit reichen Stuckarbeiten des späten18. Jahrhunderts. Dort lebte und  starb der österreichische Fürst Friedrich von Schwarzenberg (1774-95). Mittlerweile wird es als Büroraum genutzt. 13.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Zum Artikel: Im Zauber des Ratskellers
Zum Artikel: Die Altstadt liegt der Burg zu Füßen

(Erstellt am 14. August 2017)

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