53 Ausbildungs- und duale Studiengänge in Weinheim auf einen Blick!

„Zweiburgentalente“, das 2014 gegründete Weinheimer Bündnis Ausbildung ist nun mit seiner Website am Start mit Informationen über die beteiligten Unternehmen, ihr Ausbildungsangebot und die Bündnisarbeit.
Eine neue Informationsqualität bietet vor allem die Auflistung aller 53 dualen Ausbildungs- und Studienangebote der Bündnismitglieder. So lässt sich rasch erkennen, wer z.B. Elektroniker für Betriebstechnik ausbildet oder einen Bachelor of Arts in den verschiedenen BWL-Fachrichtungen anbietet. Besonders interessant wird es, wo gleich mehrere Weinheimer Ausbildungsanbieter ausgewiesen sind. Jede Berufsseite informiert zudem mittels Berufsfilmen der Bundesagentur für Arbeit über die Berufsinhalte sowie über die zuständige Berufsschule und bietet Kontaktdaten und ein Kontaktformular direkt zu den Weinheimer Ausbildungsbetrieben. Ein toller Service für alle Jugendlichen und ihre Unterstützungspersonen aus den Familien, Schulen oder der ehrenamtlichen Pateninitiative Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart!

Enge Kooperation Elternberatung-Jugendberufshilfe-Schulen gesichert

Dank einer Förderzusage vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, das unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds, das Programm „Der Weg zum Erfolg – Berufliche Bildung: Mehr Menschen mit Migrationshintergrund in berufliche Aus- und Weiterbildung“  umsetzt, kann die sehr erfolgreiche Kooperation von Elternberatung, Jugendberufshilfe und Sek1-Schulen in Weinheim und Hemsbach fortgeführt werden. Das Land unterstützt die Arbeit bis 30.4.2018 mit rund 150.000 Euro; die Kommune stellt die Kofinanzierung.
Diese Zusammenarbeit ist ein Herzstück der Weinheimer Bildungskette, der lokalen Gesamtstrategie für (Frühe) Bildung, Ausbildung und Integration. Das geförderte Projekt informiert und berät unter Leitung des Bildungsbüros/Integration Central Eltern und Jugendliche aus Einwandererfamilien und unterstützt sie auf dem Weg in eine duale Ausbildung.

Intensiver Dialog Land-Kommune zu Reformen am Übergang Schule-Beruf

Zu einem ersten Erfahrungsaustausch nach gut 6 Monaten Pilotphase AV dual am Modellstandort Weinheim luden der SPD-Fraktionsvorsitzende im Baden-Württembergischen Landtag, Herr Schmiedel, MdL sowie Frau von Wartenberg, Staatssekretärin im Kultusministerium und Oberbürgermeister Bernhard am 19. März ins Rathaus Weinheim ein. Auch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft war mit Ministerialdirektor Rebstock prominent vertreten.
Die Mitglieder der Weinheimer Steuergruppe Übergang Schule-Beruf sowie verantwortliche Lehrkräfte und die AV-Begleiter/innen ließen sich die Chance nicht entgehen und diskutierten engagiert mit den Vertreter/innen des Landes. Dabei wurden auch Schwierigkeiten und notwendige Rahmenbedingungen konstruktiv-kritisch angesprochen. Im Mittelpunkt standen die authentischen Berichte der pädagogischen Praktiker/innen. Sie gaben einen Einblick in die sehr heterogenen Lebenslagen, Bedürfnisse und Kompetenzen der AV dual-Schülerinnen und Schüler, von denen in diesem Jahrgang rund 60% keinen Schulabschluss haben und berichteten von ihrer Arbeit.
Pressespiegel (5,2 MB) Land-Kommune-Dialog AV dual

Erste Zwischenbilanz "Ausbildungsvorbereitung dual"

Eine positive Zwischenbilanz zum Start der neuen „Ausbildungsvorbereitung dual“ (AV dual) zogen die Weinheimer Steuergruppe des Modellversuchs sowie die pädagogischen Praktiker/innen der umsetzenden Hans-Freudenberg-Schule und Helen-Keller-Schule. AV dual ersetzt, im Rahmen eines Schulversuchs, seit dem laufenden Schuljahr am Berufsschulzentrum Weinheim die bisherigen Schulformen der 1-jährigen Ausbildungsvorbereitung.
Es besticht durch ein neues pädagogisches Konzept mit viel individualisiertem Lernen, zahlreiche Betriebspraktika und eine enge Zusammenarbeit von Jugendberufshilfe-Fachkräften von Job Central, AVdual-Lehrkräften, Berufsberaterinnen der Arbeitsagentur, Fachkräften der Kammern und der Ausbildungsbetriebe. Gemeinsam wollen diese Partner dafür sorgen, dass zu Schuljahresende alle Absolventen eine geklärte Anschlussperspektive und möglichst viele von ihnen einen Schulabschluss haben und/oder in eine Berufsausbildung einsteigen können.
Kurzinfo AV dual (36 KB)
Presseartikel, 05.03.2015 (3,9 MB)

Weinheimer Bündnis Ausbildung: Sechs Unternehmen, ein Messestand

Das 2014 gegründete Weinheimer Bündnis Ausbildung „Zweiburgentalente“ präsentierte seine Angebote für Jugendliche und Arbeit im Februar 2015 erstmals auf der regionalen Leitmesse  „Jobs for future“ in Mannheim. Fünf Weinheimer Ausbildungsunternehmen und die Jugendagentur Job Central (Jugendberufshilfe) informierten gemeinsam über Ausbildungs- und duale Studienangebote in Weinheim. Das angebotene Berufs- bzw. Branchenspektrum reichte von gewerblich-technischen über Medien-, kaufmännische-, Verwaltungs- bis zu Erziehungsberufen. Engagierte Azubis und Studierende vermittelten lebhafte Eindrücke davon, was es heißt, in „ihrem“ Unternehmen einen Beruf zu lernen. 
Die Bündnismitglieder teilten sich die Kosten und die Standbetreuung und warben gemeinsam für den Ausbildungsstandort Weinheim. Fachbesucher am Messestand waren überrascht und beeindruckt vom ersten Auftritt eines kommunalen Ausbildungsbündnisses auf der Messe. Selbst dem SWR-Fernsehen war diese Premiere ein Bericht wert.
Messebroschüre (2,3 MB) "Zweiburgentalente"

Neue Schulform Ausbildungsvorbereitung dual am Start

Mit dem neuen Schuljahr startet an zwei Schulen des Berufsschulzentrums Weinheim die Umsetzung der neuen Schulform AVdual in zunächst drei Klassen. Das 1-jährige AVdual ersetzt dann an der Hans-Freudenberg-Schule und an der Helen-Keller-Schule die bisherigen Bildungsgänge BEJ, VAB und BVJ. Es startet im Pilotjahr mit 60 Schüler/innen, die die allgemeinbildende Schule beendet, aber noch Förderbedarf haben sowie mit Jugendlichen, die eine Alternative zur 2-jährigen Berufsfachschule suchen (inkl. Abbrecher/innen).
Neu an AVdual sind v.a. drei Elemente: 1) eine Pädagogik des individualisierten Lernens mit unterschiedlichen Bildungszielen, die an die Pädagogik der Gemeinschaftsschulen angelehnt ist; 2) die Dualisierung der Ausbildungsvorbereitung durch mehr und besser eingebundene Betriebspraktika und 3) die Ergänzung der Arbeit der Lehrkräfte durch die Expertise und Arbeitskapazität von „AV-Begleiter/innen“. In Weinheim sind das Fachkräfte der Jugendberufshilfe von der Jugendagentur Job Central, die systematisch eingebunden werden.
Insgesamt wird die Zusammenarbeit im Kooperationsnetzwerk deutlich verbessert. Agentur für Arbeit, IHK und HWK, DGB, Staatl. Schulamt, Regierungspräsidium, ein Vertreter der Sek.1-Schulen und die Jugendberufshilfe arbeiten, zusammen mit den Schulleitungen der Modellschulen und der Stadt Weinheim, in einer Steuergruppe. BA, IHK und HWK sind zudem mit ihren Fachkräften operativ gut eingebunden. Die AVdual startet im September mit einer mehrwöchigen Phase intensiver Berufsorientierung und, für die leistungsstärkeren Schüler/innen, mit einer Nachvermittlung in Ausbildung oder EQ-Langzeitpraktika. Alle Schüler/innen werden zudem auf die Betriebspraktika vorbereitet sowie in die neuen Formen des Lernens und Lehrens eingeführt. Mit jeder Schülerin/jedem Schüler soll ein individueller Förderplan entwickelt und vereinbart werden, der die nächsten Ziele und Arbeitsschritte festlegt und der in Fördergesprächen verfolgt wird.
Das kommunale Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf unterstützt die Entwicklungs- und Umsetzungsarbeit an den Schulen und im Netzwerk. Es berät, moderiert, dokumentiert, übernimmt die Geschäftsführung für die Steuergruppe und dient dem Land als regionaler Ansprechpartner.

Junge Migranten/innen am Übergang Schule-Beruf fördern: Was tut die Kommune? Neue Fachartikel zur Weinheimer Praxis

Die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien ist eines der zentralen Anliegen der lokalen Gesamtstrategie Weinheimer Bildungskette und nimmt folgerichtig im Arbeitsplan der Bildungsregion Weinheim breiten Raum ein. Die notwendigen Handlungskonzepte, Angebote und Kooperationen werden seit 2008 unter Federführung von Bildungsbüro Weinheim/Integration Central – und am Übergang Schule-Beruf zusammen mit dem städtischen Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf und der Jugendagentur Job Central – aufgebaut und stetig weiterentwickelt.
In diesen Tagen erscheinen zwei Fachbeiträge in renommierten Publikationen, die die Weinheimer Strategie und Praxis erläutern.
Lesetipps:
Felger, Susanne/ Süss, Ulrike (2014): Berufsausbildung für junge Migrantinnen und Migranten: Was kann die Kommune tun? Ein Praxisbericht aus Weinheim. Migration und Soziale Arbeit, 36. Jhg 2014, Heft 3,
S. 277-283
Süss, Ulrike/Firat, Ceylan/Yüksel, Halise/Yildiz, Güller/Felger, Susanne (2014):
Aktive Beteiligung von Eltern und Familien am Übergang Schule-Beruf.
In: Ryter, Annamarie/Schaffner, Dorothee: Wer hilft mir, was zu werden? Professionelles Handeln in der Berufsintegration. Bern (Erscheint Sept. 2014)

Zweiburgen Talente: "Weinheimer Bündnis Ausbildung" gegründet

Dieses Ereignis hat das Potenzial, zu einem Meilenstein der Weinheimer Entwicklung zu werden: Nach einjähriger Vorbereitungszeit trat am 23. Mai 2014 beim 75. Mittagstreff der Wirtschaft das „Weinheimer Bündnis Ausbildung“ mit einer Vorstellung seiner Arbeit erstmals an die Öffentlichkeit. Moderiert vom städtischen Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf und unterstützt vom städtischen Wirtschaftsförderer hatten sich bisher 11 Unternehmen, Bildungs- und Wirtschaftsorganisationen aus Weinheim zusammengefunden. Sie wollen gemeinsam den (Ausbildungs-)Standort Weinheim stärken, junge Talente finden, fördern und binden sowie den sozialen Zusammenhalt in der Stadt stärken. Der Name des Bündnisses, Zweiburgen Talente – in Anlehnung an die Zweiburgenstadt Weinheim – ist dabei Programm: Es geht darum, die Talente der jungen Generation zu entdecken und zu entwickeln, weil Stadt und Wirtschaft sie heute und zukünftig brauchen und weil die jungen Menschen, beruflich erfolgreich, auf eigenen Beinen stehen sollen.
Dafür wird die Zusammenarbeit der Unternehmen untereinander sowie mit den Akteuren der Weinheimer Bildungskette nun bei priorisierten Aktivitäten verstärkt. Die Plenumssitzung des Bündnisses hat sich bereits als wichtiger Ort der Weinheimer Kooperationskultur etabliert
Flyer Zweiburgentalente (2,5 MB)

Weinheim als Modellstandort im Landes-Modellversuch zur Neugestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf

Und noch ein zweites Ereignis soll zum Meilenstein bei der Verbesserung des Übergangs Schule-Beruf in Weinheim werden: Weinheim wird einer von zunächst vier Modellstandorten im Modellversuch des Landes zur Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf in Baden-Württemberg. Dieser beruht auf dem gleichnamigen Eckpunktepapier vom 4. Nov. 2013 (271 KB). Nun also wird es Ernst: Mit der Weiterentwicklung des „Regionalen Übergangsmanagements“ in Weinheim – wir sagen dazu: Kommunale Koordinierung und Lokale Verantwortungsgemeinschaft – sowie mit dem Einstieg in den Schulversuch „Ausbildungsvorbereitung dual“ (AVdual) steigen die Stadt Weinheim und ihre Kooperationspartner in die Ausentwicklung und Umsetzung der Reformvorhaben ein. Bereits ab Schuljahr 2014/2015 startet der Schulversuch AVdual mit 3 Klassen an zwei Schulen des Berufsschulzentrums Weinheim. Die neue Schulform ersetzt dann die bisherigen Formen der 1-jährigen Berufsvorbereitung an der Hans-Freudenberg- und der Helen-Keller-Schule. Der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises (Schulträger) hat dies am 24. Juni einstimmig (!) beschlossen. Landkreis und Stadt kofinanzieren die Kosten anteilig. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert die regionale Projektleitung und Kommunale Koordinierung für zunächst 2,5 Jahre. Damit erkennt das Land die Koordinierungsleistungen von Städten und Kreisen am Übergang Schule-Beruf explizit an, fördert sie finanziell und legt Wert darauf, die Kommunen als Reformpartner zu gewinnen.

Neue Transparenz bei den Praktikumszeiten, Schulen stimmen sich ab

Angeregt vom Weinheimer Bündnis Ausbildung wurde 2013/2014 eine Praktikumsdatenbank aufgebaut, in der alle Auskünfte der Schulen zu ihren Schülerpraktika in Betrieben gesammelt werden. Damit stellt das Städtische Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf den Schulen, Kammern und Unternehmen erstmals eine Übersicht über Praktikumszeiten, Praktikumsarten und Schülerzahlen zur Verfügung. Diese Ergebnisse wurden am 6.Mai 2014 gemeinsam mit der Geschäftsführenden Rektorin der Weinheimer Schulen in der Weinheimer Schulleiterkonferenz vorgestellt und diskutiert. Die Schulleitungen der Region wurden zugleich schriftlich informiert. Die Rektorinnen und Rektoren sagten zu, die Verteilung der Praktikumszeiten ihrer Schule zu überprüfen und mit den Kollegen abzustimmen. Dies wird als Beitrag für mehr und qualitätsvollere Schülerpraktika im Betrieb angesehen.
Die Datenbank weist alleine für das Schuljahr 2013/2014 in der Region um Weinheim 25.189 nachgefragte Praktikumstage aus. Davon entfallen 3.179 Tage auf die Gymnasien, 3.655 Tage auf Realschulen, 5.772 Tage auf Werkrealschulen und eine Hauptschule, 680 Tage auf die Förderschulen/Schulen für Erziehungshilfe und 11.903 Tage auf die verschiedenen Beruflichen Schulformen. Mit diesen Auswertungsergebnissen verbunden waren Vorschläge des Koordinierungsbüros zur Optimierung der schulischen Praktikumszeiten.
Schon allein der Umfang der dokumentierten Praktikumsnachfrage zeigt, warum terminliche und konzeptionelle Abstimmungen sowie Transparenz über Angebot und Nachfrage bei den Schülerpraktika so wichtig sind. Betriebspraktika sind für die Jugendlichen unverzichtbare Bausteine ihres Berufsorientierungsprozesses und für die Unternehmen ein zentrales Instrument zum Gewinnen geeigneter Ausbildungsbewerber/innen.

Interkulturelle Kommunikation: Gemeinsames Lernen im Netzwerk

Unter dem Titel „Sie sprechen aber gut Deutsch oder: Die Tücken der interkulturellen Kommunikation“ lud das städtische Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf im Febr. 2014 zu einem unterhaltsamen Fortbildungsabend in Weinheims „Modernes Theater“ ein. Die Veranstaltungsreihe „Bildung im Kino“ der Bildungsregion Weinheim führt inzwischen einmal jährlich jeweils über 160 Teilnehmer/innen im Weinheimer Kino zusammen. Markenzeichen dieser Abende sind unterhaltsame und gut verständliche Fachvorträge zu aktuellen Bildungs- bzw. Übergangsthemen. Mit dem wissenschaftlichen Vortrag von Frau Prof. Dr. Lisa Rosen und dem Programm des Kabarettisten und Schauspielers Fatih Çevikkollu trafen diesmal zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen und Ausdrucksformen aufeinander und auf ein Thema. Mitunter blieb dem kulturell bunt gemischten Publikum das Lachen im Halse stecken, oft wurde an unterschiedlichen Stellen gelacht. In jedem Falle gingen die Zuhörer mit vielen sehr konkreten Einsichten zu den Tücken interkultureller Kommunikation und wie man diese vermeiden kann nach Hause.
So anregend kann Fortbildung im großen Weinheimer Kooperationsnetzwerk sein! Bei „Bildung im Kino“ wird die bunte lokale Verantwortungsgemeinschaft Weinheims tatsächlich erlebbar. Zahlreiche Partnerinnen und Partner aus Schulen und KiTas, Betrieben und Kammern, Verwaltungen, Arbeitsagentur, Moscheeverein, Jugendhilfe und Bildungsbüro, Jugend- und Sozialarbeit, ehrenamtlichen Pateninitiativen, Volkshochschule, Kommunalpolitik u.a. waren auch diesmal dabei. Zu erleben, wie viele Menschen in der Region für mehr und bessere Bildung arbeiten, stärkt, so ganz nebenbei, auch für die Mühen des Alltags!
Flyer Bildung im Kino (374 KB)
Presse (1,7 MB)

Neue Berufsorientierungsmodule, in Kooperation von Jugendberufshilfe und Arbeitsagentur

Seit Sommer 2013 wurde die langjährige Praxis der wichtigsten Jugendberufshilfeeinrichtung der Bildungsregion Weinheim, der Regionalen Jugendagentur Job Central, im Rahmen eines (Selbst-)Evaluierungsprozesses kritisch überprüft und verbessert. Der Startimpuls hierfür kam aus der Kooperation mit der Agentur für Arbeit Heidelberg: Zum einen hatten sich Job Central und Arbeitsagentur  in ihrer Kooperationsvereinbarung (April 2012) zur besseren Abstimmung ihrer Handlungskonzepte und Angebote verpflichtet. Zum anderen gab die Neuausschreibung der BA-Fördermittel für „Vertiefte Berufsorientierung“ (§48, SGB III) Gelegenheit, BO-Angebote zusammen zu planen. In einem gemeinsamen Konzeptentwicklungsprozess wurden im Sommer 2013 diesbezüglich die Eckpunkte festgelegt und Fördermittel beantragt. Da Job Central inzwischen AZAV-zertifiziert war, war dies wieder möglich.
Im Winter 2013/2014 erfolgte schließlich eine diskursive (Selbst-)Evaluierung der bisherigen Praxis mit den beiden Jugendberufshilfe-Trägern Job Central und Stadtjugendring Weinheim. Beide bieten in der Region, mit und an Schulen der Sekundarstufe 1, BO-Workshops, Beratung und Coaching für Schüler/innen an. Diskutiert wurde: Was hat sich bewährt? Was müssen wir verbessern? Welche neuen Herausforderungen gibt es? Wie gut erreichen wir unsere Zielgruppe? Welche Ergebnisse bringen unsere Angebote?
Im Ergebnis entstanden neu strukturierte BO-Module, deren Themen und Methoden sich nun stärker an den Bedürfnissen und individuellen Orientierungs- und Entscheidungsprozessen der Jugendlichen ausrichten. Für jedes Modul wurden mehrere geeignete bzw. bewährte Umsetzungsmethoden definiert und, inklusive der Arbeitsmaterialien, im neuen „Methodenkoffer“ dokumentiert. Diese  BO-Module werden nun von der Arbeitsagentur gefördert, erprobt und weiter verbessert.
Der Arbeitsprozess zur Qualitätsentwicklung in der Jugendberufshilfe wurde vom Kommunalen Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf fachlich beraten und moderiert. Die neuen Module wurden im April 2014 in der Steuerungsgruppe Bildungsregion Weinheim vorgestellt und dort verabschiedet.
Kurzinfo BO-Module (362 KB)

Zweisprachiges Elterninfocafe zu Karrierechancen im Handwerk

Zusätzliche Stühle mussten organisiert werden, als im März 2014 an der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule ein zweisprachiges Infocafe für die Eltern der 10. Klasse stattfand. Nach Beobachtung der Schulen ist das gar nicht selbstverständlich und ein sichtbarer Erfolg der Arbeit des Projekts TEMA. TEMA steht hier für „Türkische Eltern als Motoren für Ausbildung“. Das Projekt läuft, inzwischen im 4. Jahr, an Weinheimer Werkreal- und Realschulen sowie in der Nachbarkommune Hemsbach. Im Zentrum steht dabei die Arbeit von muttersprachlichen Elternberaterinnen, die als fachkundige soziokulturelle Mittlerinnen mit Schule, Elternhaus und Jugendberufshilfe eng zusammen arbeiten und Familien mit Migrationshintergrund informieren und beraten, damit diese wiederum ihre Kinder im Übergang von der Schule in Ausbildung gut unterstützen können. Dabei kooperieren die Elternberaterinnen eng mit den Lehrkräften und der zuständigen Jugendberufshilfe-Fachkraft.
Sorgfältig vorbereitete zweisprachige Elterninfocafés, in denen alle Inputs und Diskussionen übersetzt werden, sind eine bewährte Veranstaltungsform des Projekts, die von den Familien gut angenommen wird. So hatte die Fachreferentin von der Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald im März aufmerksame Zuhörer/innen, als sie anschaulich erklärte, welche Berufs- und Aufstiegschancen in Deutschland mit einer Ausbildung im Handwerk verbunden sind. Eingehend auf die Fragen der Eltern wurde schließlich auch über Anforderungen an Ausbildungsbewerber und Azubis, über Betriebspraktika, Abbrecherquoten in der Berufsfachschule, die deutsche Meisterausbildung und den Hochschulzugang ohne Abitur gesprochen. Ein anregender Nachmittag, an dem alle Anwesenden Neues gelernt haben!
Das Projekt TEMA wird vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg im Rahmen des Programms “Azubi statt ungelernt II“ gefördert; die Stadt Weinheim stellt die Kofinanzierung. Es wird als Kooperation von Bildungsbüro/Integration Central und dem Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf der Stadt Weinheim getragen sowie von Integration Central geleitet und umgesetzt.
Literaturtipp: Süss, Ulrike/Felger, Susanne/Huber, Khadija/Yüksel, Halise/Firat, Ceylan (2011): Eltern als Lern- und Übergangsbegleiter auf dem Weg in den Beruf: Handlungsansätze zur Elternbeteiligung in der lokalen Gesamtstrategie Weinheimer Bildungskette. In: Projektträger im DLR e.V. (Hrsg.) (2011): Eltern, Schule und Berufsorientierung. Berufsbezogene Elternarbeit. Bielefeld: W. Bertelsmann. S. 79-111

Azubis informieren Schüler/innen: Dokumentation liegt vor

Seit dem Start in 2008 hat die Veranstaltungsreihe „Azubis informieren SchülerInnen“ über 600 SchülerInnen in mehr als 30 Einzelveranstaltungen erreicht. Bis Ende 2013 hatten sich 41 Unternehmen mit Azubis sowie 5 Schulen aktiv beteiligt. Das Veranstaltungsformat wurde vom Kommunalen Koordinierungsbüro entwickelt und erprobt und ist nun fest im Programm der Jugendagentur Job Central (Jugendberufshilfe) etabliert. Seine Vorzüge liegen auf der Hand: Auszubildende informieren SchülerInnen über ihren Weg in die Ausbildung und über ihr Leben als Azubi, und zwar in ihrer (Jugend-)Sprache und auf Augenhöhe; schulische Berufsorientierung wird durch authentische Arbeitswelteinblicke bereichert; Schulen gewinnen neue Kooperationsbetriebe, denn auch kleine Firmen, die sich schwertun, Fach- oder Führungskräfte freizustellen, können gut zu diesem Angebot beitragen; Azubis üben überfachliche Kompetenzen, sie erleben sich als Botschafter ihres Berufs und ihres Betriebs und gehen daraus gestärkt hervor.
Nun wurden Konzept und Erfahrungen der sehr erfolgreichen Veranstaltungsreihe vom Koordinierungsbüro dokumentiert und veröffentlicht. Interessierte können die Broschüre beim Koordinierungsbüro der Stadt Weinheim bestellen.
Broschüre "Azubis informieren Schüler/innen" (1,3 MB)

Kultusminister besucht die Weinheimer Bildungskette am Messestand der didacta

Besuch vom Kultusminister bekam die Weinheimer Bildungskette am 28. März 2014 als Andreas Stoch den Messestand der Stadt Weinheim in der Halle der Kommunen bei der Bildungsmesse didacta in Stuttgart besuchte. Die Stadt Weinheim und ihr Kooperationspartner stellten dort die biografische Gesamtstrategie der Weinheimer Bildungskette vor. Ein kurzes Gespräch mit dem Minister zeigte, dass der gute Ruf Weinheims als bildungsaktive Mittelstadt mit lokaler Gesamtstrategie, mit lebendiger lokaler Verantwortungsgemeinschaft und einem stabilen regionalen Kooperationsnetzwerk auch von der Landesregierung wahrgenommen wird.
Poster Messestand (535 KB)
Presse (614 KB)

Strategiegruppe Schule-Beruf etabliert

Die im Frühjahr 2013 gegründete Strategiegruppe Übergang Schule-Beruf in Weinheim hat sich bis Jahresende gut etabliert. Sie wirkt als strategische Fachgruppe der Steuerungsgruppe Bildungsregion Weinheim (die alle bildungsbiografischen Übergänge von 0 bis ca. 25 Jahre bearbeitet) und präzisiert die Strategie für den Übergang Schule-Beruf. In ihr vertreten sind, jeweils auf Leitungsebene, neben dem Oberbürgermeister der Stadt Weinheim, die IHK, die HWK, die Arbeitsagentur, das Staatliche Schulamt, die regionale Jugendberufshilfe, die kommunale Jugendarbeit, die Elternberatung des Bildungsbüros und die geschäftsführende Rektorin der Weinheimer Schulen. Die Geschäfte der Strategiegruppe führt das kommunale Koordinierungsbüro.
Konstituiert wurde die Strategiegruppe auf Anregung von Oberbürgermeister Bernhard und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Heidelberg, Herrn Heckmann, als weiterer Schritt zur kontinuierlichen Abstimmung; so, wie im April 2012 in der Kooperationsvereinbarung zwischen Kommune und Arbeitsagentur vereinbart.
Dabei legt die Strategiegruppe Übergang Schule-Beruf ihrer Arbeit das 2011 verabschiedete Leitbild (24 KB)der Steuerungsgruppe der Bildungsregion Weinheim zugrunde.
 
Informiert, beraten bzw. beschlossen wurde in der Strategiegruppe bislang über

  • die Angebots- und Nachfragesituation am regionalen Ausbildungsmarkt
  • neue Initiativen zur Fachkräftesicherung und zur Gewinnung von Azubis
  • die neue Initiative örtlicher Unternehmen zur Verbesserung der Kooperation zwischen Unternehmen, Schulen und Stadt und über deren Einbindung in die regionale Gesamtstrategie für Bildung und Ausbildung (Weinheimer Bildungskette in der Bildungsregion Weinheim)
  • die Information von Eltern/Familien mit Migrationshintergrund über die Chancen der (dualen) Berufsausbildung
  • die Verbesserung von Quantität und Qualität von Schülerpraktika in Betrieben
  • Chancen und Risiken eines Modellstandorts Weinheim im Rahmen des Modellversuchs zur Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf in Baden-Württemberg.

Transparenz und Abstimmung von Praktikumszeiten verbessern

In 2013 erwies sich das Schülerpraktikum im Betrieb einmal mehr als zentraler Baustein einer arbeitsweltnahen Berufsorientierungsarbeit an den Schulen. Allerdings macht die große Anzahl der nachgefragten Praktikumsplätze und die enorme Intransparenz im „Praktikumsgeschehen“ zunehmend Probleme. Um den weiter wachsenden Bedarf an Praktikumsplätzen zu decken und zugleich ihre Qualität zu sichern und zu verbessern, wurde ein Arbeitsprozess für mehr Transparenz und Abstimmung bei den Schülerpraktika im Betrieb gestartet. Auf der Basis einer breit angelegten Recherche zur aktuellen Umsetzungspraxis von Schülerpraktika in der Region, wird derzeit eine Dokumentationsdatenbank entwickelt, die eine Analyse des Ist-Stands und der Problemlagen, die Abstimmung zwischen den Schulen sowie zwischen den Schulen und Unternehmen unterstützen soll. Eine bessere Verteilung der Praktikumszeiten soll helfen – über’s Schuljahr verteilt – mehr Betriebspraktika guter Qualität zu erschließen. Die regionale Wirtschaft wünscht sich ausdrücklich solch eine Abstimmung.
Inzwischen liegen erste Rechercheergebnisse der Geschäftsführenden Rektorin und des Kommunalen Koordinierungsbüros vor. Im Frühjahr 2014 beginnt dann der Abstimmungsprozess mit den Schulen.
Mit dem Arbeitsprozess Transparenz und Abstimmung der Praktikumszeiten setzten das regionale Kooperationsnetzwerk und das kommunale Koordinierungsbüro (Übergangsmanagement Schule-Beruf in Weinheim) ihre Anstrengungen zur Verbesserung der Praktikumsqualität fort. Bereits 2011 war daraus der gemeinsam vereinbarte Qualitätsrahmen Praktikum (3,1 MB) hervorgegangen.

Fachforum "Fremde Lebenswelten" gibt dem Kooperationsnetzwerk neue Impulse

Gemeinsame Fortbildungen für Akteure unterschiedlicher Professionen oder für Fachkräfte und ehrenamtliche Lern- und Berufsstartpaten hatten sich bereits vielfach beim Weiterentwickeln der regionalen Handlungsstrategie bewährt. Vor diesem Hintergrund waren die Erwartungen hoch gesteckt, als die regionale Jugendberufshilfe (Jugendagentur Job Central), die Bürgerschaftliche Initiative „Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart“ und das Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf der Stadt Weinheim am 30. Okt. 2013 gemeinsam zum Fachforum „Fremde Lebenswelten“ einluden. Rund 60 Patinnen/Paten aus der Region sowie Fachkräfte der Jugendberufshilfe und der Elternberatung für Migrantenfamilien kamen auf Vermittlung der Freudenberg Stiftung im Tagungshaus der Unternehmensgruppe Freudenberg zusammen. Sie diskutierten und reflektierten Fachvorträge und eigene Erfahrungen und sie lernten Methoden zur Analyse und Reflexion des eigenen Umgangs mit kultureller Vielfalt sowie zum Verstehen von Fremdem und Fremdheit (siehe Tagungsmappe) (3,5 MB). In praxisnahen Übungen wurde Methoden- und Fachwissen für den Dialog und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Generationen, Geschlechter, Ethnien, Religionen, Fach- oder Organisationskulturen kennengelernt und eingeübt. Spannend war dabei nicht zuletzt das Sich-bewußt-machen eigener Werte und deren Einflüsse auf das pädagogische Handeln.
Presse (230 KB)

Praxisexpert/innen aus Kommunen beraten das Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg bei der Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf

Auf Einladung des Städtetages Baden-Württemberg berieten Praxisexpertinnen und -experten für kommunale Koordinierung und lokale Übergangsgestaltung die Steuerungsgruppe des Ausbildungsbündnisses Baden-Württemberg im Sommer 2013 und unterstützten den Städtetag BW bei seiner Positionierung zur geplanten Neugestaltung des Übergangs. Durch ihr Mitwirken konnten Erfahrungen der Städte Pforzheim (Andreas Starz), Stuttgart (Angelika Münz), Mannheim (Jürgen Ripplinger) und Weinheim (Dr. Susanne Felger) in die Diskussion um eine Bildungsreform am Übergang Schule-Beruf eingebracht werden. Für diese Offenheit, Wertschätzung und den anregenden Dialog danken wir dem Ausbildungsbündnis BW und dem Städtetag Baden-Württemberg sehr.
Am 4. November 2013 wurde von der Landesregierung, dem Landtag und einem breiten Unterstützerbündnis das Eckpunktepapier (271 KB) zur Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf in Baden-Württemberg vorgelegt, das u.a. die Aufgaben von Kommunen bei der Ausgestaltung und Umsetzung der Neugestaltung anerkennt.

Elternberatung und Elternbeteiligung in der lokalen Gesamtstrategie

Der aktualisierte Bericht "Eltern und Familien in der Weinheimer Bildungskette" (3,3 MB) vom Mai 2013 dokumentiert die Arbeit des Bildungsbüros Weinheim/Integration Central im Schwerpunkt Eltern und Familien in der Weinheimer Bildungskette, einschließlich der Elternberatung in der Sekundarstufe 1 zu Themen rund um den Übergang Schule-Beruf. Die Berichterstattung baut auf eine differenzierte Betrachtung der Bedarfslagen in Weinheim (Kap.1) auf, skizziert die Entstehungsgeschichte und den aktuellen Stand der lokalen Gesamtstrategie Weinheimer Bildungskette mit ihrem Schlüsselprozess ‚Eltern und Familien' (Kap. 2) und gibt einen Überblick über die konkreten Leistungen und Angebote des Bildungsbüros/Integration Central in diesem Arbeitsschwerpunkt der Bildungsregion (Kap.3)

Handbuch "Lokale Bildungsverantwortung" der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative

Für Jugendliche ist der Übergang Schule-Arbeitswelt und das Ankommen dort eine große Herausforderung – und auch für Städte und Landkreise stellt das Gelingen ein wichtiges Anliegen dar: aus sozialer Verantwortung, aber auch, weil Bildung und gelingende Übergänge zu einer wichtigen Standortqualität werden. Ausgrenzung aus Bildung, Ausbildung und Erwerbstätigkeit zu verhindern und die beruflichen Lebensperspektiven aller Jugendlichen vor Ort zu fördern, ist zu einer wichtigen Aufgabe von Kommunalpolitik geworden. Das Handbuch (Febr. 2013) zeigt, wie der "Koordinierung vor Ort" und der Gestaltung lokaler Bildungslandschaften zunehmend Verantwortung zuwächst. Es liefert konkrete Informationen zu Handlungsstrategien sowie zu Erfahrungen und Schwierigkeiten der Kommunen und Landkreise. Analysiert werden erprobte Steuerungsmodelle mit ihren Stärken und ihr Weiterentwicklungsbedarf.
Susanne Felger und Sabine Beckenbach schreiben hier zu „Bürgerschaftliches Engagement als Teil der kommunal koordinierten Gesamtstrategie am Übergang Schule-Beruf: Das Beispiel Weinheimer Bildungskette“.
Mehr Infos zum Buch und eine Leseprobe.

"Weinheimer Bildungskette" beim Jahresforum der "AG Weinheimer Initiative" in Freiburg

Mit dem Oberbürgermeister sowie den Leiterinnen vom städtischen Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf, vom Bildungsbüro, der Freudenberg Stiftung und dem WUB war Weinheim am 28.2./1.03.2013 beim Jahresforum der bundesweiten „Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative – Lokale Verantwortung für Bildung und Ausbildung“ stark vertreten. Erstmals fand die Fachtagung in Baden-Württemberg statt; das Land beteiligte sich mit zahlreichen Fachleuten ihrer Ministerien. Im Programm (170 KB) diskutierten Vertreter/innen der Praxis vor Ort, aus Wissenschaft und Politik, wie Kommunale Koordinierung gelingen kann, welche Rahmenbedingungen sie braucht und zeigten, wie aktiv Kommunen, lokale Netzwerke und Bildungsregionen in Baden-Württemberg inzwischen sind. Nicht zuletzt der gemeinsame Vortrag „Bildungskoordinierung vor Ort: Baden-Württemberger Ein- und Ausblicke“ (601 KB) der Städte Freiburg, Stuttgart, Mannheim und Weinheim verdeutlichte das. Zur Jahrestagung veröffentlichte die AG-WI ihre Freiburger Erklärung (173 KB), welche die Münchner Erklärung (31 KB) des Deutschen Städtetags aufgreift und weiterdenkt. 

Mehr Infos zur AG Weinheimer Initiative

Beitrag aus Weinheim beim Bildungskongress des Deutschen Städtetags

Weinheimer Erfahrungswissen ist gefragt, und die Fachbeiträge der bundesweiten interkommunalen „Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative – Lokale Verantwortung für Bildung und Ausbildung“ sowieso. So kam es, dass Oberbürgermeister Bernhard (48 KB), der Sprecher der AG-WI, beim Bildungskongress des Deutschen Städtetags am 8./9.11.2012 in München im Workshop „Übergangsmanagement Schule-Beruf“ referierte. Zum Abschluss des Kongresses verabschiedeten die Teilnehmer/innen die Münchner Erklärung (31 KB) des Deutschen Städtetags und positionierten damit die Kommunen im Thema „Bildung gemeinsam verantworten“.

Tipps und Adressen zum Übergang Schule-Beruf in neuem Info-Flyer

Jugendliche, ihre Eltern, Lehrer/innen und andere Personen, die sie am Übergang Schule-Beruf begleiten, haben viele Fragen:

  • Was tue ich, wenn ich noch nicht weiß, was ich beruflich machen will?
  • Wie finde ich eine freie Ausbildungsstelle?
  • Wo kann ich mich über Berufe und ihre Anforderungen informieren?
  • Was kann ich machen, wenn ich keinen Ausbildungsplatz finde?
  • Wo kann ich einen Schulabschluss nachholen?

Antworten darauf finden sie im bewährten Do-it-Flyer in Deutsch (197 KB) und Türkisch (195 KB) von Job Central und dem Kommunalen Koordinierungsbüro der Stadt Weinheim. Er enthält kompakte Informationen, Adressen und Tipps, immer mit Bezug auf die Region Weinheim. Damit können Jugendliche und ihre Unterstützer/innen den nächsten Schritt ihrer individuellen Berufswegeplanung aktiv und gezielt angehen!

Praxisbeispiele aus der Kooperation Schule-Wirtschaft im Überblick

Die Broschüre  "Kooperationen von Schule und Wirtschaft. Praxisbeispiele aus Weinheim“ (8,3 MB) (August 2012) zeigt, was sich in Sachen Zusammenarbeit in der Bildungsregion Weinheim tut. Die rund 20 Praxisbeispiele reichen von einmaligen Projekten bis zu fortlaufenden Kooperationen und stellen gute Arbeit aus mehreren Jahren vor. Steckbriefe zeigen eine breite Vielfalt an Themen, Aktivitäten und Kooperationsformen. Gemeinsam ist ihnen, dass immer Schulen, Jugendliche und die Wirtschaft davon profitieren! – Die Broschüre soll Transparenz im Feld lebendiger Kooperation schaffen, soll Akteure und Handlungsansätze sichtbar machen, vor allem soll sie aber anregen und ermutigen, sich selbst auf diesen Weg zu machen! – Kennen Sie weitere gute Beispiele? Dann schicken Sie uns diese. Wir schreiben die Broschüre gerne fort.

Berufsorientierung und Übergang Schule-Beruf im lokalen Unterstützungsnetzwerk

Der im März 2012 erschienene Bericht "Berufsorientierung und Übergang Schule-Beruf im lokalen Unterstützungsnetzwerk: Rahmendaten, Unterstützungsangebote, Übergangswege“ (5,2 MB) der Bildungsregion Weinheim dokumentiert die Arbeit des kommunalen Koordinierungsbüros und die Strategien des Weinheimer Kooperationsnetzwerks. Er bezieht sich auf den Schlüsselprozess ‚Auf Ausbildung und Beruf vorbereiten’ der Weinheimer Bildungskette. Er gibt zunächst einen Überblick über die Weinheimer Akteure und Kooperationen im Netzwerk am Übergang Schule-Beruf (Kap.1). Danach analysiert er anhand soziostruktureller Daten die Übergangswege und Bedarfslagen an diesem Übergang (Kap. 2) und schafft einen Überblick über die Unterstützungsangebote der Weinheimer Bildungskette am Übergang Schule-Beruf (Kap. 3). Mit den Ergebnissen einer Schülerbefragung an Weinheimer Werkrealschulen werden diese dann erstmals von den Jugendlichen selbst bewertet. Zudem geben die Befragungsergebnisse Einblicke in den Stand ihrer Berufsorientierung und in ihre Pläne (Kap. 4). Abschließend werden Erfolge, veränderte Rahmenbedingungen und neue Herausforderungen für die Übergangsgestaltung bilanziert (Kap. 5).

Bildungskette im Kinder- und Jugendbeirat

Die Stadt widmet sich mit großem Engagement der besseren Chancengleichheit von Kindern – überregional bedeutend.

Einen möglichst chancenreichen Zugang zur Bildung zu ermöglichen, besonders auch für Kinder mit Migrationshintergrund, ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. In Weinheim ist man bei diesem Thema weiter als anderswo, das wurde jetzt einmal mehr bei der Sitzung des Kinder- und Jugendbeirates deutlich. Im Rahmen der Sitzung erfuhren die Verantwortlichen der Weinheimer Bildungsregion und der „Weinheimer Bildungskette“ großes Lob für ihre Konzepte, Projekte und ihre Netzwerkarbeit in der Kommune. 

Presseinfo "Bildungskette im Kinder- und Jugendbeirat" (38 KB) 

Stadt und Arbeitsagentur kooperieren enger

Ob und wie es junge Menschen nach der Schule schaffen, den Übergang ins Berufsleben zu finden, ist eine der Zukunftsaufgaben unserer Gesellschaft. „Eine Kernaufgabe, an der sich die Zukunftsfähigkeit einer Stadt und einer Region entscheidet“, findet Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard. Er teilt diese Einschätzung mit den Akteuren der Bildungsregion Weinheim und nicht zuletzt mit der Bundesagentur für Arbeit. Gleichzeitig steht das kommunale Übergangsmanagement Schule-Beruf aktuell vor neuen Herausforderungen und braucht angesichts des demografischen Wandels, des aufziehenden Fachkräftemangels und der Schulreform in Baden-Württemberg neue Handlungskonzepte und starke Partner. Darin einig, sind die Stadt Weinheim als Bildungsregion im Rhein-Neckar-Kreis und die Agentur für Arbeit in Mannheim am 23. April 2012 eine neue und überregional beispielhafte Kooperation eingegangen. Sie wollen sich bei Zielen und Strategien, Förderangeboten und Ressourceneinsatz noch enger abstimmen.

Presseinfo "Kooperation BA-Stadt" (66 KB)  (66 KB) 

Kooperationsvereinbarung (182 KB) Stadt Weinheim - Agentur für Arbeit Mannheim, Auszug

Ein Bündnis für mehr Qualität im Praktikum

Kommune, Wirtschaft und Schulen setzen in der Region Weinheim verbindliche Standards für Praktika in Kraft.

In der Bildungsregion Weinheim gilt jetzt ein von Kommune, Wirtschaft und Schulen gemeinsam getragener "Qualitätsrahmen Praktikum für Werkrealschulen" (3,1 MB). In diesem praxisnahen Leitfaden stimmen sich die ausbildenden Betriebe und die Schulen auf verbindliche Qualitätsstandards für Praktika ab. Dabei werden Kriterien für die Vor- und Nachbereitung an den Schulen, sowie für die konkrete Umsetzung in den Betrieben festgelegt. Ein Bündnis, bestehend aus den Bildungsakteuren der Kommune, fünf Werkrealschulen im Bereich der Bildungsregion Weinheim, der IHK Rhein-Neckar, der HWK Rhein-Neckar-Odenwald, der Agentur für Arbeit Mannheim, dem DGB sowie Vertretern des Staatlichen Schulamtes Mannheim, des Regierungspräsidiums Karlsruhe und der Stadt Weinheim setzten den „Qualitätsrahmen Praktikum“ am 23. Mai 2011 im Rahmen einer Fachtagung offiziell in Kraft. Kein Wunder, dass die Unterzeichner auf dem Gruppenfoto strahlen; mit Recht sind sie stolz auf die Inkraftsetzung.

Fachkräftebedarf decken und Ausbildungschancen für Jugendliche verbessern: Was können Schule und Wirtschaft gemeinsam tun!

Fachveranstaltung der Bildungsregion Weinheim im Bürgersaal

Zu dieser Frage berieten am 23. Mai 2011 rund 75 Fachleute aus der Bildungsregion Weinheim im Alten Rathaus Weinheim. Gekommen waren Vertreter/innen aus Schulen und Unternehmen, der Kammern, der Agentur für Arbeit, der Schulaufsicht, von Bildungs- und Jugendhilfeträgern, aus der Stadtverwaltung, der Kommunalpolitik und der Pateninitiative WUB. Eingeladen hatte das Kommunale Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf der Stadt Weinheim in Zusammenarbeit mit der IHK Rhein-Neckar.
Nach einer Einführung durch Oberbürgermeister Bernhard (77 KB) unterstrichen mit je einem Impulsreferat Herr Mohrhardt (2,3 MB) von der IHK sowie Herr Gölz vom Staatlichen Schulamt Mannheim die aktuellen Herausforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft. Stichworte, die sich wie ein roter Faden durchs Programm (51 KB) zogen, waren: der demografische Wandel, der künftige Fachkräftebedarf und die schwierige Ausbildungsintegration eines Teils der heutigen Schulabgänger/innen. Es folgte eine Gesprächsrunde mit lokalen Praktiker/innen, die ihre Praxis guter Zusammenarbeit anhand lokaler Beispiele und Erfahrungen konkret beschrieben. Im Anschluss wurde der "Qualitätsrahmen Praktikum für Werkrealschulen" (3,1 MB) gemeinsam in Kraft gesetzt.

Anschrift

Stadt Weinheim
Koordinierungsbüro
Übergang Schule-Beruf
Dürrestr. 2
69469 Weinheim

Tel.: 06201 / 82 - 579
s.felger@weinheim.de

Tel.: 06201 / 82 - 578
s.klemm@weinheim.de

Tel.: 06201 / 82 - 510
j.ripplinger@weinheim.de

Fax: 06201 / 82 - 516

Hier finden Sie uns:
Weinheim Galerie
Eingang Bürgerbüro
2. OG, Zi. 242

Anfahrtsplan (261 KB)

Termine nach Vereinbarung