Hauptbahnhof und Bahnhofsumfeld


Erste Planungsüberlegungen für den Umbau des Bahnhofsbereichs zu einem barrierefreien, kunden- und besucherfreundlichen Entrée der Stadt reichen in die 1980er Jahre zurück. Bewegung in die Planungen kam erst, als 2001 vom Raumordnungsverband Rhein-Neckar das "Bahnhof-Standorte-Programm" initiiert wurde. Es hatte zum Ziel, die Bahnhofstandorte in verschiedenen Städten der Region in den Mittelpunkt planerischer Überlegungen zu stellen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen flossen in den Verkehrsentwicklungsplan 2020 ein, in dem ein Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Stärkung des ÖPNV liegt: Dem Paket „Hauptbahnhof und Bahnhofsumfeld" wurde oberste Priorität beigemessen.

Aufgrund der Komplexität einzelner Maßnahmen und Ideen hatte der Gemeinderat zunächst eine Machbarkeitsuntersuchung beauftragt, auf deren Grundlage die weiteren Planungen erfolgen sollten. Die "Machbarkeitsstudie Hauptbahnhof und Bahnhofsumfeld (1 MB)" des Ingenieurbüro R+T Topp, Skoupil, Huber-Erler (Darmstadt) wurde am 08.11.2006 beschlossen. Sie besteht aus mehreren, zeitlich unabhängig voneinander realisierbaren Modulen (Kap. 6 im Text der Machbarkeitsstudie):

  • Barrierefreie Erreichbarkeit der Bahnsteige, Öffnung des Bahnhofs nach Westen
  • Zentraler Omnibusbahnhof südlich des Bahnhofs-Empfangsgebäudes, Bike+Ride-Anlagen
  • Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes
  • Verlegung der OEG-Haltestelle "Luisenstraße" (RNV-Linie 5) auf die Bahnüberführung
  • Bau eines dreigeschoßigen Park+Ride-Parkhauses südlich der Brücke
  • Umbau des Knotenpunktes Bergstraße / Mannheimer Straße

Umsetzungsschritte

Der barrierefreie Bahnsteigumbau am Hauptbahnhof und seiner Zugänge wird durch DB Station&Service seit Juni 2015 durchgeführt und soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Neu entstanden ist ein Zugang von der Viernheimer Straße, so dass der Bahnhof nun auch direkt von Westen erreichbar ist.

Die Umgestaltung des Bahnhofsumfelds durch die Stadt ist abgeschlossen. 2014 wurden der Zentrale Omnibusbahnof (ZOB) und als zweiter Bauabschnitt der Bahnhofsvorplatz mit Taxi-Warteplätzen fertiggestellt. Neben dem ZOB entstand eine neue WC-Anlage und bei Bussteig 2 eine neue Schließfachanlage. Als letzter Abschnitt wurde bis Dezember 2015 die Straße "Am Hauptbahnhof" bis zur Werderstraße umgebaut. Hier entstanden 23 bewirtschaftete Stellplätze für Tagesparker und zwei Stellplätze für Carsharing von Stadtmobil Rhein-Neckar.

Im Bahnhofsumfeld gibt es künftig drei Anlagen für Bike+Ride (B+R) mit insgesamt 170 Abstellplätzen. 39 überdachte Fahrradabstellplätze und 14 Fahrradgaragen wurden bereits 2014 südlich des ZOB errichtet, weitere 30 überdachte Abstellplätze wurden im März 2017 neben der Einhausung der Treppenanlage zur Nordunterführung realisiert. Neben dem neuen Westzugang ist eine Anlage mit 72 überdachten Abstellplätzen und 15 Fahrradgaragen mit integrierter Ladestation für E-Bikes geplant.

Bisher stehen am Hauptbahnhof für Park+Ride (P+R) 68 offizielle (bewirtschaftete) Stellplätze an der Kapellenstraße zur Verfügung. Auf den bahneigenen Flächen südlich des ZOB wird das Abstellen von Fahrzeugen von DB Netz lediglich geduldet. Die dort bestehenden bahneigenen Gebäude müssen aus bahnbetrieblichen Gründen sowie aufgrund des Denkmalschutzes (alte Bahnmeisterei) erhalten bleiben. Südlich der Gebäude besteht jedoch Potenzial zur Herrichtung von Flächen für P+R. Die Stadt strebt an, in Zusammenarbeit mit der DB insgesamt in diesem Bereich rund 135 Stellplätze zur P+R-Nutzung zu generieren und zu bewirtschaften. Danach sollen Bahnpendler im Bereich südlich des ZOB wie auch in der Kapellenstraße mit Berechtigungskarte parken können.

Anfang 2017 wurde die Baumaßnahme zur Erneuerung der Ludwigstraße, die auch eine Kanalsanierung beinhaltete, abgeschlossen.

Die Grünanlage gegenüber dem ZOB befindet sich im Eigentum von DB Immobilien. DB Immobilien möchte die Flächen zum Zwecke der Bebauung vermarkten. Die Stadt beabsichtigt, einen Grünstreifen zum ZOB hin, als grüne Aufenthaltsfläche / Grünfläche  zu erhalten.

Ebenfalls 2017 sollen die Arbeiten zur Verlegung der RNV-Haltestelle Luisenstraße beginnen. Die neue Haltestelle soll gegenüber der heutigen Lage an der Westseite der Bergstraße realisiert werden.

Weiterführende Informationen

Machbarkeitsstudie Module (389 KB)

Machbarkeitsstudie Text (209 KB)

Machbarkeitsstudie Lageplan Endausbau (1 MB)

Anschrift

Stadt Weinheim
Amt für Stadtentwicklung

Obertorstraße 9
69469 Weinheim

Ansprechpartner

Frau Höft
Tel.: 06201 / 82 - 212
t.hoeft@weinheim.de

Hier finden Sie uns:
Rathaus / Schloss
Eingang D, 3. OG
Zimmer 401

Anfahrtsplan (511 KB)

Wir haben gleitende Arbeitszeit. Sie erreichen uns telefonisch während der Kernarbeitszeit:

Mo. - Fr. 08.30 - 11.30 Uhr
Mo. - Mi. 14.00 - 16.00 Uhr
Do. 14.30 - 18.00 Uhr