Wenn Menschen Gesichter bekommen

Foto: Thomas Fischer

Museum der Stadt Weinheim zeigt bis 30. Juni Portraits von Weinheimer Personen

Ein Portrait ist mehr als ein Foto – es ist eine bildliche Charakterisierung. Der Fotograf wird zum Portraitisten, in dem er versucht, dem Menschen nicht nur ein Gesicht zu geben sondern eine Persönlichkeit. Sehr gut ist das im Moment bei der aktuellen Ausstellung im Museum der Stadt Weinheim in der Amtsgasse zu sehen. Sie trägt den Titel „Weinheimer Portraits“.  Aus der Sammlung des Museums sind bis zum 30. Juni Zeichnungen und Gemälde zu sehen, aus dem Stadtarchiv Weinheim Fotografien. Ergänzt werden diese durch private Leihgaben von Weinheimer Bürgerinnen und Bürgern. Gunnar Fuchs, passionierter Fotograf und Leiter des Weinhemer Kulturbüros, hat eigene moderne Portraits beigesteuert, so dass alle Epochen vertreten sind. Bei der Ausstellungseröffnung ging Museumsleiterin Claudia Buggle darauf ein, dass schon die Art des Portraits gesellschaftliche und historische Rückschlüsse zulässt. „Nicht jede Familie konnte sich Portraits in Öl gemalt leisten, deshalb sind ganz unterschiedliche Portraits zu sehen“, erklärte sie. Sie betonte, dass sich erst im 19. Jahrhundert durch Scherenschnitt und Fotografie die Möglichkeit für die breite Masse der Gesellschaft ergab, seine Lieben abzubilden. Häufig zieren kleine Personen- und Familienbilder eine ganze Wand.  Sie verwies auf eine solche Wand, die Museums-Grafiker Hans-Jürgen Fuchs aus digitalen Vorlagen und Rahmen zusammengesetzt und als Stofftransparent drucken lassen. Claudia Buggle: „Es sieht aus wie bei Oma im Wohnzimmer.“

Die Museumsleiter verhehlte auch nicht, dass sie das heute fast nur noch praktizierte digitale Fotografieren für nicht ausreichend hält: „Fotos sind häufig nur noch digital auf dem Smartphone vorhanden. Was passiert bei einem Technikproblem? Dann sind die Fotos und damit die Erinnerungen weg.“ Die entscheidende Frage: „Sind für uns diese Schnappschüsse genauso wichtig und einprägsam wie die klassisch vom Fotografen gemachte Fotos?“ Jedenfalls kann man sich das alles im 1.Obergeschosse des Museums in der Amtsgasse anschauen, zu den üblichen Öffnungszeiten (auch am Wochenende) bis 30. Juni. Am 2. Mai und am 6. Juni findet jeweils um 16 Uhr eine Ausstellungsführung mit Museumsleitern Claudia Buggle statt.

(Erstellt am 24. April 2018)

Anschrift

Stadt Weinheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Obertorstraße 9
69469 Weinheim

Tel.: 06201 / 82 - 390
Fax: 06201 / 82 - 473
Mobil: 0171 / 33 444 27
pressestelle@weinheim.de

Hier finden Sie uns:
Rathaus Schloss
Eingang A, 1. OG
Zimmer 202 A

Anfahrtsplan (295 KB)


Öffnungszeiten und Termine nach Vereinbarung.


Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Sprechzeiten der einzelnen Ämter und Dienststellen.
Wir haben gleitende Arbeitszeit. Sie erreichen uns telefonisch während der Kernarbeitszeit:

Mo. - Do. 08.30 - 11.30 Uhr
und 14.00 - 16.00 Uhr
Do. bis 18.00 Uhr
Fr. bis 13.00 Uhr