Die ersten Schritte gemeinsam gestalten

Katja  Wagner-Hopp vor ihrem Entwurf

„Die Zukunft ist zu wichtig, als dass wir sie dem Zufall überlassen können.“ Mit diesem Satz begrüßte Weinheims Oberbürermeister Heiner Bernhard die Gäste und Teilnehmer zur Auftaktveranstaltung im Projekt „Quartier 2020“.

In dem Projekt, in das die Stadt Weinheim als eine von drei Kommunen im Kreis im Jahr 2017 aufgenommen worden ist, sollen angesichts des demografischen und kulturellen Wandels in den Städten, unter möglichst breiter Bürgerbeteiligung kreative Formen des künftigen Zusammenlebens entwickelt und ausprobiert werden. Das Motto lautet: „Gemeinsam.Gestalten.“
 
„Wie wir in unseren Städten in den nächsten Jahren zusammenleben“, so der OB, „das wird nicht vom Himmel fallen - das wird das Ergebnis von Beteiligungs- und Gestaltungsprozessen sein, die wir heute anstoßen“. Es sei höchste Zeit, an die Zukunft zu denken „angesichts des demografischen Wandels, ökologischen und sozialen Fragestellungen und nicht zuletzt einer absehbaren kulturellen Aufweitung unserer Stadtgesellschaft“. Und er rief die Anwesenden auf, „diese Zukunft gemeinsam zu gestalten“.
Er lobte seine Rathaus-Fachämter für Stadtentwicklung sowie für Soziales, Jugend, Familien und Senioren, die sich erfolgreich für die Aufnahme in das Landesprogramm beworben haben. Heiner Bernhard: „Wir empfinden dies heute noch als große Wertschätzung und Bestätigung dessen, was in den Jahren zuvor als Vor-Arbeit geleistet worden ist, aber auch als Herausforderung und Verpflichtung“.
Wie leben wir künftig im urbanen Kontext zusammen, wenn die Menschen immer älter werden, hilfsbedürftiger, unterschiedlicher? Wo finden wir gemeinsame Nenner, wo knüpfen wir wohltuende Netzwerke, wie schaffen wir ein Umfeld, in dem sich die Nachbarn vertragen, bestenfalls mögen und symbiotisch ergänzen? Wie gestalten wir diese „Soziale Stadt“? Das seien Fragen, so der Rathauschef, „denen wir uns ab heute noch intensiver und gemeinsam mit den Menschen dieser Stadt widmen werden“. Er betonte, es gehe zunächst exemplarisch um Prozesse im Neubaugebiet „Allmendäcker“, das eine Art Vorbildfunktion für andere Bau- oder Sanierungsgebiete aber auch grundsätzlich für andere Stadtviertel haben soll. Bernhard: „Aber dieser Prozess wird nie enden, er begleitet uns.“
 
Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stand die Preisverleihung im Bürgerwettbewerb um die Gestaltung des Grünangers inmitten des Neubaugebietes „Allmendäcker“. Dabei vergab ein Preisgericht unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner insgesamt fünf Auszeichnungen. Den ersten Preis belegt Katja Wagner-Hopp aus Birkenau, die einen Freiraum für alle Altersgruppen entworfen hatte. Der Titel „Garten.Spiel.Park“ beschreibt dabei die drei Nutzungsgrundsätze. Zwei zweite Preis vergab die Jury an Isabelle Zech und Friedrich Scheurich, zwei Sonderpreise an Carsten Brinkmaier und eine Jugendgruppe des Mehrgenerationenhauses, die aus dem Vorschlag gleich einen Kreativwettbewerb gemacht hatte. Die prämierten Vorschläge werden die Grundlage für die Weiterentwicklung durch ein Fachbüro für Garten- und Landschaftsbau sein.
 
Der nächste Schritt im „Quartier 2020“ sind nun „Kaffeetreffs“, bei denen die Bürgerinnen und Bürger unter freiem Himmel ganz ungezwungen mit den Akteuren ins Gespräch kommen können, um Vorstellungen auszutauschen, wie man sich das künftige Miteinander in der Stadt vorstellt. Der erste „Kaffeetreff“ findet am Donnerstag, 14. Juni, statt (von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr), dann mit einem Stand am Weststadtfest am 16. Juni, dann geht es am Mittwoch, 20. Juni, an die Kurt-Schumacher-Straße, am Samstag, 23. Juni an den Spielplatz in der Stettiner Straße Nord und am Donnerstag, 28.Juni in die Konrad-Adenauer-Straße.
 

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