Das Lachen der traurigen Kinder

Sie lachen fröhlich unter einem aufgespannten Regenschirm, sie schneiden Grimassen und untersuchen neugierig eine Blechbüchse – fast wie normale Kinder. Aber sie haben ein trauriges Leben, die Kinder, die mit ihren Familien über die Balkanroute nach Deutschland geflüchtet sind. Manche können ihr Leid verdrängen für kurze Zeit. Fotos dieser Art zeigt der Stadtjugendring Weinheim seit Mittwoch noch bis Ende März im neuen Café Moja in der Bahnhofstraße im „Haus der Jugendarbeit“. Die Ausstellung liegt bewusst im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, an der sich Weinheim mehrfach beteiligt (s.Textende).

Die Fotos stammen von Tim Lüddemann; er bereiste 2015 und2016 die Balkanroute, über die in dieser Zeit Tausende Menschen Schutz in der EU suchten. Dabei porträtierte er Familien und ihre Kinder auf ihrer beschwerlichen Flucht - Kinder, die trotz ihrer unvorstellbar schwierigen Situation das Spielen nicht verlernt hatten. Die 20 Bilder der Fotoausstellung rücken den Menschen mit seinen individuellen Rechten in den Vordergrund. Die Kinder haben auf der Flucht ihre Kindheit weitergelebt, haben gespielt und gelacht – vor allen Dingen diese Perspektiven konnten mit der Kamera eingefangen werden. Die Fotoschau trägt den Titel „Kinder spielen überall“ und wurde von „Asyl in der Kirche Berlin e.V.“ konzipiert .
„Diese Fotos sind eindringlich und sie wecken die Empathie des Betrachters“, beschrieb Stadtjugendring -Geschäftsführer Martin Wetzel bei der Ausstellungseröffnung, an der auch ehrenamtliche Flüchtlingshelfer und Vertreterinnen des Gemeinderates teilnahmen. Wetzel verwies darauf, dass die Ausstellung die erste „Bespielung“ des Café Moja ist. Grundsätzlich seien die Räume im vorderen Erdgeschoss der früheren „Uhlandschule“ ein Zugewinn für die Jugendarbeit in Weinheim – was auch Claus Hofmann, der Leiter des Amtes für Soziales, Jugend, Familie und Senioren, bestätigte. Wetzels Botschaft zur Ausstellung: „Kinder sind immer wertvoll.“
Mit seinen Einrichtungen beteiligt sich der Stadtjugendring Weinheim e.V. mehrfach an den Wochen gegen Rassismus. Als nächstes setzt sich der Stadtjugendring mit einem Infostand am Freitag, 15. März, 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr am „ZOB“ gegen Rassismus ein. Unter anderem können dort Stofftaschen mit antirassistischen Sprüchen bedruckt und mitgenommen werden.
Die Ausstellung im „Café Moja“ in der Bahnhofstraße kann bis Ende März zu den Öffnungszeiten des „Moja“ (dienstags von 13 Uhr bis 16 Uhr, mittwochs von 14 Uhr bis 17 Uhr und donnerstags von 15 Uhr bis 18 Uhr) besucht werden. Interessierte Schulklassen oder Gruppen können jederzeit einen individuellen Termin vereinbaren, am besten unter info@stadtjugendring-weinheim oder Telefon 06201 7048646.
 
Weitere Veranstaltungen
im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus:
 
Sonntag, 17.März, 11 Uhr, Kino „Modernes Theater“, Filmmatinée „Die Köchin des Kommandanten – zwei Wege nach Ausschwitz“, Veranstalter „Weinheim bleibt bunt“, mit anschließender Diskussion. Die Filmemacherin und der Enkelsohn der Hauptperson Sophie Stippel sind anwesend. Tickets (7 Euro) an der Tageskasse.
 
Donnerstag, 28. März, Theaterstück „Fake Paradise“ im Weinheimer Berufsschulzentrum des Rhein-Neckar-Kreises, gefördert von „Weinheim bleibt bunt“

(Erstellt am 13. März 2019)

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