Raus aus der Tabuzone

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Hauptfriedhofs veranstaltet die Friedhofsverwaltung der Stadt Weinheim zusammen mit den am Friedhof tätigen Betrieben sowie den Organisationen und Institutionen des Friedhofs- und Bestattungswesens am Samstag, den 23. Juni von 11 bis 17 Uhr auf dem Hauptfriedhof einen „Tag des Friedhofs“.

Mit einem umfangreichen Programm wollen die beteiligten Firmen, Institutionen und wir auf informative und einfühlsame Weise zeigen, wie vielfältig und generationenübergreifend unsere gewachsene Friedhofs- und Bestattungskultur ist und den Friedhof aus der Tabu-Zone holen. Es sollen aber auch Anstöße zum Nachdenken gegeben und Möglichkeiten zum Innehalten und Verweilen geboten werden.
„Leider werden wir oft unerwartet mit einem Trauerfall konfrontiert und sollen unter dem Eindruck des schmerzlichen Verlusts viele Entscheidungen treffen. Da ist es sinnvoll zu wissen, welche Möglichkeiten und Hilfen es hier gibt“, sagt Jutta Ehmsen, Leiterin des Bauverwaltungsamts, zu dem die Friedhofsverwaltung gehört.
Und Michael Müller, der Friedhofsverwalter, ergänzt: „Bei Führungen über den Hauptfriedhof vermitteln wir viel Wissenswertes über die unterschiedlichen Grabarten und zeigen auch unbekannte Ecken des Friedhofs.“ Die Besucher können neben der Friedhofskapelle ausnahmsweise auch den Raum für die Sargvorbereitung und die Aufbahrungsräume besichtigen. Dort stellen Bestattungsunternehmen Särge und Urnen mit dem dazu passenden Blumenschmuck aus. Auf dem Vorplatz zeigen Steinmetze und Friedhofsgärtnereien ihre Arbeiten. Informationen über Bestattungsvorsorgen, zur Sterbe- und Trauerbegleitung sowie die neuesten Trends bei der Grabpflege runden das Programm ab. Müller weist aber auch auf „ganz besondere Termine“ hin.
Den Auftakt am 23. Juni bildet um 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst, der – wenn es das Wetter zulässt- mitten auf dem Friedhof gefeiert wird. Danach spricht Bürgermeister, Dr. Torsten Fetzner, einige Grußworte und singt von ihm selbst komponierte Lieder. Um 13 Uhr schließt sich der Vortrag „Das Grabfeld für Zwangsarbeiter, Anmerkungen zu einem fast vergessenen Kapitel Weinheimer Geschichte“ von Dr. Adalbert Knapp an. Auf den Termin um 14.00 Uhr freut sich Michael Müller besonders: „Dann übergibt die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner das Friedhofsmobil, mit dem wir Friedhofsbesucher, die nicht mehr gut laufen können, zu den Gräbern ihrer Angehörigen fahren können“.
Abschließender Höhepunkt ist um 15 Uhr die musikalische Lesung „Hoamzuus“ von Arnim Töpel. Dafür hat der Literatur- und Kabarett-Künstler eigene und fremde Stücke, Dichtkunst und Erzählungen zusammengestellt, die – sei es auf verschlungenen Wegen – zur Umgebung passen und sich den Themen Abschied und Neubeginn einfühlsam nähern. Der Ausnahmekabarettist begleitet sich dabei selbst auf seinem Klavier. In den vergangenen Jahren ist Arnim Töpel mit seiner Lesung immer wieder auf Friedhöfen aufgetreten und hat dabei die Besucher auf besondere Weise bewegt. Der Eintritt ist frei. Für Essen und Trinken ist gesorgt.
 

(Erstellt am 08. Juni 2018)

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