Weinheim baut beispielhaft

Foto: Gerhardt Stöhrer

Preisgekrönte Sanierung des Alten Rathauses in Lützelsachsen ist jetzt Teil einer Ausstellung im Landratsamt

„Die Instandsetzung zeigt deutlich, wie eine Kommune ihre Vorbildfunktion bei der Erhaltung und Sanierung historischer Baudenkmäler beispielhaft wahrnimmt.“ Solcherlei Lob aus berufenem Munde hat man im Weinheimer Rathaus natürlich gerne vernommen. Es stammt von der Jury der Architektenkammer Baden-Württemberg. Mit dem Projekt „Instandsetzung und Umnutzung Altes Rathaus Lützelsachsen“ in der Sommergasse, mit dem die Stadt im vergangenen Herbst ausgezeichnet worden ist, ist  die Stadt Weinheim nun auch Teil einer passenden Ausstellung im Heidelberger Landratsamt. Das Foyer des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg steht nämlich aktuell ganz im Zeichen von beispielgebender Architektur im Rhein-Neckar-Kreis. Anlass ist das Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen 2009 - 2019“, das Bauwerke aus dieser Zeit würdigt, die durch besondere Qualität, Ausstrahlung und baulicher Kreativität hervorstechen. Bei der Preisverleihung zeichneten der Stellvertreter des Landrats, Erster Landesbeamter Joachim Bauer, und Carmen Mundorff, Geschäftsführerin für Architektur und Medien der Architektenkammer Baden-Württemberg, die Bauherren, Architekten und Stadtplaner aus, die die Objekte geschaffen haben. Oberbürgermeister Manuel Just nahm die Urkunde gemeinsam mit Cornelia Lauinger, der Leiterin des Amtes für Immobilienwirtschaft, entgegen. Die Urkunde wird direkt im preisgekrönten Rathaus in der Sommergasse ihren Ehrenplatz haben.

Amtsleiterin Cornelia Lauinger lobte aus diesem Anlass erneut die Lützelsachsener Ortsvorsteherin Doris Falter; denn sie hatte sich mit „Herzblut“ seinerzeit um die Sanierung des Fachwerk-Kleinodes in der Sommergasse gekümmert. Im Juni 2016 wurde es nach einer über einjährigen Sanierungszeit eingeweiht.Besonders wurde damals auch das Engagement Berthold Nohé aus Fahrenbach im Odenwald gewürdigt.

Die Kosten lagen bei fast einer Million Euro. Der damalige Oberbürgermeister Heiner Bernhard betonte bei der Einweihung, eine Kommune müsse bei der Erhaltung und Sanierung historischer Baudenkmäler auch in Zeiten knapper Kassen Vorbild sein, um auch private Eigentümer zu Investitionen in die „steinernen Zeitzeugen“ zu motivieren. Heute liest sich dieses Zitat so, als hätte Bernhard die Auszeichnung vorhergesehen.

„Das alte, ehrwürdige Rathaus“, so heißt es in der Jury-Begründung, „wurde behutsam und sorgfältig für alle Bürger ausgebaut, dabei wurden historische Besonderheiten respektvoll einbezogen“. Und weiter: „Die Instandsetzung ist einschließlich der selbstbewusst eingefügten neuen Stahltreppe bis ins Detail handwerklich erstklassig ausgeführt.“
Die Bandbreite der ausgezeichneten Architektur reicht von der Verbindung Wohnen und Arbeiten, einem Wochenendhaus über Schulen, Kirchen und Gemeindehäusern, Innen- und Außengestaltungen bis hin zu Platzgestaltungen. „Alle diese Objekte haben das Prädikat beispielhaft verdient“, so Joachim Bauer bei der Preisverleihung. Aus Weinheim wurde neben dem Alten Rathaus der Wentel`sche Hof ausgezeichnet,  jene mittelalterliche Hofanlage aus dem 16. Jahrhundert im Gerberbachviertel, die nach ihrer Sanierung zum  Mehrgenerationen-Wohnen genutzt wird.

Die Ausstellung „Beispielhaftes Bauen Rhein-Neckar-Kreis 2009 – 2019“ wird bis zum 27. Februar im Foyer des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 38 – 40 während der üblichen Öffnungszeiten gezeigt. Der Eintritt ist frei. Die prämierten Objekte finden sich auch in der App Architekturführer Baden-Württemberg sowie der Online-Datenbank Beispielhaftes Bauen. Weitere Infos unter www.akbw.de.

(Erstellt am 06. Februar 2020)

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