Neuer Blick auf die Windeck

Wer vom Odenwald kommt, durchs Gorxheimer Tal, der kann die Burgruine Windeck zwischen knorrigen Baumkronen nur erahnen. Höchstens ein paar angenagte Mauerfelsen blicken hinter den Bäumen hervor. Das wird sich in den nächsten Tagen ändern.

Die Forstverwaltung des Rhein-Neckar-Kreises hat eine Baumfällung in Auftrag gegeben, die im Wesentlichen eine Fläche zwischen dem hinteren Windeck-Parkplatz und dem Neuen Burgweg betrifft.
Dort sind die meisten Bäume geschädigt, entweder durch den Trockensommer 2018 oder durch das Eschentriebsterben, das ist ein Pilz, der Eschen befällt. Revierförster Philipp Lambert hatte darüber neulich schon die Mitglieder des Wald- und Forstausschusses informiert. Die geschädigten Bäume stellen an diesem von Menschen oft besuchten Platz eine Gefährdung dar; sie könnten große Äste verlieren oder ganz umstürzen. „Verkehrssicherheitspflicht“ heißt der Begriff für den notwendigen Eingriff.
Allerdings will der Förster aus dieser Not eine Tugend machen. Denn statt der hohen Bäume sollen künftig Sträucher, wie es im Fachjargon heißt, „herausgepflegt“ werden. Diese niedrig wachsenden Pflanzen geben die Sicht von Osten auf die Ruine frei. Der Strauchgürtel, so Lambert, sei ökologisch nicht weniger wertvoll als der Baumbewuchs.
Forstarbeiten werden in den nächsten Tagen auch am Neuen Burgweg oberhalb des Schlossberg-Areals vorgenommen. Auf einer Strecke von etwa 100 Metern werden ebenfalls die in den vergangenen zehn Jahren wild gewachsenen Bäume gefällt. Diese Maßnahme hat ebenfalls die „Verkehrssicherheitspflicht“ als Grund. In diesem Fall ist diese sogar Teil der Bauakte zur Baugenehmigung des Schlossberg-Areals. Damals hatte die Stadt zugesichert, die direkt oberhalb der Bebauung gewachsene Fläche so zu kontrollieren, dass die Bäume nicht höher als zehn Meter werden. Dieses Wachstum würde jetzt aber bald erreicht sein, wenn der Forst nicht eingreift.
Deshalb wird die Hangfläche jetzt so gerodet, dass keine höheren Bäume mehr stehen und stattdessen ebenso eine Verbuschung oder eher niedriger Bewuchs folgt. „Bis nächstes Frühjahr ist das wieder grün“, erklärt Lambert. Die Arbeiten werden noch in dieser Woche beginnen. Wegen der Rodungsarbeiten teilweise mit schwerem Gerät muss die Forstverwaltung die Wege um die Burgruine Windeck, auch den Neuen Burgweg und den Burgpfad, aus Sicherheitsgründen sperren. Die Sperrung wird nur am Sonntag, 1. Advent, aufgehoben, danach gehen die Bauarbeiten voraussichtlich bis Mitte der Woche weiter.

(Erstellt am 26. November 2019)

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