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Gutachterausschuss
Nördlicher Rhein-Neckar-Kreis
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Rathaus Schloss
Eingang J, 1. OG
Anmeldung Zimmer 250

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Termine nach Vereinbarung.

Öffnungszeiten
Mo.-Fr. 08:00 - 12:00 Uhr
Do. 14:00 - 18:00 Uhr

Wir haben gleitende Arbeitszeit.

Informationen zur Grundsteuer

Grundsteuerreform

Ein wichtiger Hinweis vorab:Die für die Grundsteuer relevanten Bodenrichtwerte werden erst ab dem 01.07.2022 verfügbar sein.Bis dahin ist von den Bürgerinnen und Bürgern noch nichts zu veranlassen. Gerne informieren wir aber bereits jetzt schon über den von der Finanzverwaltung geplanten Ablauf der Grundsteuerreform.
2018 hatte das Bundesverfassungsgericht die bisherige Vorgehensweise zur Ermittlung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt und dem Gesetzgeber zur Änderung der Grundsteuererhebung eine Frist bis Ende 2024 zugebilligt. Dem ist der Bund mit dem Grundsteuerreformgesetz im Jahr 2019 nachgekommen. Gleichzeitig wurde den Ländern die Möglichkeit eingeräumt, durch eigene Gesetze vom Bundesrecht abweichen zu können. Baden‐Württemberg hat hiervon Gebrauch gemacht. Am 04.11.2020 hat der Landtag ein Grundsteuergesetz für Baden-Württemberg (LGrStG) verabschiedet. Es löst die bisherige Einheitsbewertung ab. Die Neuregelung wird für die Grundsteuererhebung ab dem Jahr 2025 wirksam.

Grundsteuer A

Die Bewertung der Betriebe der Land- und Forstwirtschaft - mit Ausnahme der zur Wohnnutzung notwendige Teil von Hofstellen - erfolgt in einem Ertragswertverfahren in Anlehnung an die Bundesregelung.

Grundsteuer B

Die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken inklusive der zur Wohnnutzung notwendigen Teile von Hofstellen erfolgt mithilfe des „modifizierten Bodenwertmodells“. Hierbei sind einzig die Grundstücksgröße und Bodenrichtwert maßgebend. Das folgende Schema zeigt den Ablauf:

Grafik Ablauf Grundsteuer B

Grundsteuer C

Mit der Grundsteuer C können Kommunen einen höheren Hebesatz für baureife, unbebaute Grundstücke beschließen. Dafür müssen jedoch städtebauliche Gründe vorliegen.

Ablauf

Die Finanzverwaltung wird die Grundstückeigentümer im Laufe des 1. Halbjahres 2022 auffordern, eine Steuererklärung für die Grundsteuer abzugeben. Die Steuererklärung ist ab dem 01.07.2022 möglich und muss bis zum 31.10.2022 erfolgen.

Die Steuererklärung ist ausschließlich elektronisch möglich. Nur in begründeten Härtefällen kann die Steuererklärung auch in Papierform abgegeben werden.

In der Steuererklärung müssen Sie für Ihr Grundstück neben der Flurstücksnummer und dem Grundbuchblatt auch die Grundstücksgröße und den entsprechenden Bodenrichtwert angeben.

Angaben zur Grundstücksgröße und Flurstücksnummer sind unter anderem im Grundbuch enthalten. Den Bodenrichtwert können Sie im BOdenRichtwertInformationsSytem Baden-Württemberg BORIS-BW einsehen.

Bitte beachten Sie, dass die aktuell veröffentlichten Bodenrichtwerte nicht in der Steuererklärung verwendet werden dürfen.
Am 01.07.2022 werden auf BORIS-BW neue Bodenrichtwerte (zum Stand 01.01.2022) veröffentlicht, die dann für die Steuererklärung verbindlich sind. Daher ist bis zu diesem Zeitpunkt keine für die Grundsteuerreform relevante Information zu einem Bodenrichtwert erhältlich.

Durch Multiplikation der Fläche des Flurstücks mit dem Bodenrichtwert ergibt sich der Grundsteuerwert des Flurstücks. Eine Modifizierung der bis dahin reinen Bodenwertsteuer erfolgt anschließend bei Anwendung der Grundsteuermesszahl: Für überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Grundstücke erfolgt ein Abschlag in Höhe von 30%. Hierfür muss zuletzt in der Steuererklärung noch die Frage beantwortet werden, ob das Grundstück überwiegend Wohnzwecken dient.

Weitere Informationen

Das Land plant, dass voraussichtlich ab Juli 2022 die Bodenrichtwerte zum grundsteuerrelevanten Stichtag 01.01.2022 und Flächen zu einem Grundstück kostenfrei über das Internet‐Portal BORIS-BW eingesehen werden können.

Weitere, detaillierte Informationen zur Grundsteuerreform (auch zur Grundsteuer A und C) finden Sie auf der landesweiten Informationsseite www.Grundsteuer‐BW.de und unter Grundsteuerhinweise des Finanzministeriums