Um die Demokratie verdient gemacht

Der Wähler hat es relativ leicht. Ein Kreuzchen, manchmal auch zwei. Die Wahl ist erledigt. Dann aber geht es in den Rathäusern erst so richtig los. Auszählen, dokumentieren, auf alle Vorschriften achten. Schnellmeldung durchgeben, Niederschrift vollenden. So eine Wahl ist ein Kraftakt – für das jeweilige Wahlamt, aber auch für die vielen Helferinnen und Helfer, die jeweils aus der Bürgerschaft heraus eingeteilt werden.
Darauf hat jetzt Gabi Lohrbächer-Gérard als Leiterin des Bürger- und Ordnungsamtes hingewiesen.
Weinheim hat gerade einen wahren Wahlmarathon hinter sich. Im März die Landtagswahl, im Mai dann die beiden Durchgänge der OB-Wahl. Jeweils leisteten in 55 Wahlbezirken jeweils über 500 Personen ihren Wahldienst. Darunter etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung selbst, aber in der Mehrzahl Freiwillige aus der Bürgerschaft lediglich gegen eine Aufwandsentschädigung. Alles in allem etwa 800 Menschen.
„Das war ein grandioser Einsatz“, lobte jetzt rückblickend Bürgermeister Andreas Buske. Freie Wahlen seien eines der höchsten Güter einer lebendigen und funktionierenden Demokratie, betonte Buske. Jede Helferin und jeder Helfer habe dabei seinen Beitrag geleistet. In einer Zeit, so Buske, „in der unsere Demokratie immer wieder attackiert wird, sind solche Einsätze immer wichtiger“. Der Bürgermeister zollt große Wertschätzung: „Alle haben sich mit diesem Einsatz um die Demokratie verdient gemacht.“
