„KI“ trifft auf echtes Engagement

Einen Förderantrag schreiben, die nächste Vereinsveranstaltung organisieren oder einen Beitrag für Instagram verfassen. Künstliche Intelligenz kann vieles erleichtern. Auch im Ehrenamt. Wie groß das Interesse daran ist, zeigte sich jetzt im Weinheimer Rathaus: Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum Info-Abend „Verein fit4future“ in den Großen Sitzungssaal.
Ein voller Erfolg für die Stadt Weinheim und die Ehrenamtsplattform „Zweiburgenhelden“, die gemeinsam zu der Veranstaltung eingeladen hatten.
Dabei ging es nicht um ferne Zukunftsvisionen, sondern um ganz praktische Fragen aus dem Vereinsalltag. Wie kann KI helfen, Zeit zu sparen? Welche Aufgaben kann sie übernehmen? Wo liegen ihre Grenzen? Und worauf müssen Ehrenamtliche achten, wenn sie solche Anwendungen nutzen?
Die Antworten gab es nicht nur in der Theorie. In drei Workshops konnten die Teilnehmer selbst ausprobieren, was mit Künstlicher Intelligenz bereits möglich ist. Denn gerade für Vereine, in denen viele Aufgaben von wenigen engagierten Menschen neben Beruf und Familie erledigt werden, kann die neue Technik eine wertvolle Unterstützung sein.
Anja Lothschütz von der WerteWissenWandel gGmbH zeigte, wie KI bei der Formulierung von Förderanträgen helfen kann. Dabei ging es auch um rechtliche und ethische Fragen. Denn nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch bedenkenlos erlaubt.
Kati Schmitt-Stuhlträger aus dem Team der Zweiburgenhelden widmete sich der Öffentlichkeitsarbeit. Wie lassen sich mit KI Texte für soziale Medien erstellen? Wie entstehen Ideen für die Kommunikation eines Vereins? Und wie kann die Technik helfen, Menschen auf Veranstaltungen und Angebote aufmerksam zu machen?
Sven Holland von der Weinheimer Jugendmedien nahm schließlich die Vereinsverwaltung unter die Lupe. Von der Mitgliederverwaltung bis zur Terminplanung gibt es zahlreiche Aufgaben, bei denen digitale Helfer Zeit und Arbeit sparen können.
Der große Zuspruch zeigte, dass das Thema einen Nerv trifft. Dabei waren ausdrücklich auch Menschen willkommen, die bislang kaum Erfahrungen mit KI gesammelt hatten. Entscheidend war nicht das technische Vorwissen, sondern die Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Neben den praktischen Übungen blieb Gelegenheit für Fragen, Gespräche und den Austausch untereinander.
Mit „Verein fit4future“ setzen die Stadt Weinheim und die Zweiburgenhelden ihre Zusammenarbeit zur Stärkung des Ehrenamts fort. Bereits beim Vereins-Barcamp im Juni hatten sich Engagierte über die Zukunft ihrer Vereine ausgetauscht. Der KI-Abend knüpfte daran an und zeigte, wie moderne Technik dazu beitragen kann, ehrenamtliche Arbeit einfacher und attraktiver zu machen.
Denn eines wurde bei der Veranstaltung deutlich: Künstliche Intelligenz kann das Ehrenamt unterstützen – und echte Menschen!
Mehr Infos auf www.zweiburgenhelden.de
