Die Zigeunerlieder, op. 103, von Johannes Brahms stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Sommerkonzerts des Heidelberger Motettenchors. In elf Episoden wird eine leidenschaftliche Liebesgeschichte erzählt, die auf den Texten einer deutschen Nachdichtung ungarischer Volkslieder basiert.
Abgerundet wird das Programm durch weitere Werke von Brahms sowie von Gabriel Fauré, Hugo Distler und Morten Lauridsen. Letztere sind Vertonungen von Gedichten, in denen es ebenfalls um die Liebe, aber auch um andere Dämonen geht.
Begleitet wird der Chor, wie schon im vergangenen Sommer, von der Pianistin Kyeyoung Lim.
Die Leitung hat Hans Jochen Braunstein.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird am Ausgang gebeten.
Der Heidelberger Motettenchor
Der Heidelberger Motettenchor ist seit 1985 ein fester Bestandteil des Heidelberger Musiklebens und machte sich zunächst als großer Oratorienchor einen Namen. Im Jahr 1998 übernahm Hans Jochen Braunstein den Chor und formte daraus einen Kammerchor, der sich einem historisch und stilistisch vielseitigen Repertoire verschrieben hat, das es gerade auch unbekannteren Werken ermöglicht, zur Geltung zu gelangen. Der Eintritt zu den Konzerten ist in den meisten Fällen frei, um auch weniger finanzstarken und klassikaffinen Zuhörern den Zugang zu musikalischen Kostbarkeiten jenseits des Mainstreams bieten zu können. Der Chor ist ein eingetragener Verein und finanziert sich vorwiegend über die Jahresbeiträge der Ensemblemitglieder und die Konzert-Kollekten.