Damit Schüler besser radeln

Stadt Weinheim und ADFC übergeben die nächsten Schulradwegplanungen an das Werner-Heisenberg-Gymnasium und an die Friedrich-Realschule

Wie viele Schülerinnen und Schüler fahren mit dem Fahrrad in die Schule? Immer noch zu wenige. In Weinheim am Werner-Heisenberg-Gymnasium sind es etwa 60 Prozent, an der Friedrich-Realschule in der Nordstadt sogar nur 20 Prozent. Das habe, so der Weinheimer Verkehrsplaner Dominik Perleth, manchmal ganz praktische Gründe. Die Innenstadtschulen sind auch zu Fuß gut erreichbar, auch die Schulbusse werden gut genutzt. Aber: es liegt auch daran, dass die Fahrradwege zur Schule nicht gut genug ausgebaut sind, dass es mühsam und unpraktisch ist – oder dass an der Schule vielleicht passende Abstellplätze fehlen. Genau solche Schwachstellen beleuchtet – und beseitigt nach und nach – eine Schulradwegeplanung, die in Weinheim in einer Teamarbeit erstellt werden: Der Verkehrsplanung im Amt für Stadtentwicklung, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC und der jeweiligen Schule selbst. Vor zwei Jahren war es die Dietrich-Bonhoeffer-Schule, die als erste einen solchen Plan erarbeitet und umgesetzt hat. „Die gute Zusammenarbeit und das qualitativ sehr gute Ergebnis wurden im Jahr 2021 gemäß einer Entscheidung des Gemeinderates fortgesetzt“, berichtete jetzt Oberbürgermeister Manuel Just. So liegen jetzt die  Schulradwegepläne für das Werner-Heisenberg-Gymnasium und die Friedrich-Realschule vor. Beide wurden gestern von OB Just und von Michael Fröhlich vom ADFC an die beiden Schulleitungen Gabriele Franke (WHG) und Daniel Besier (FRS) überreicht. Die Untersuchungen haben durchaus interessante Aspekte ergeben, erklärte Perleth. Bei der Friedrich-Realschule haben die Befragung der Schülerinnen und Schüler und Gespräche mit der Schulleitung zum Beispiel eine Erklärung geliefert: Weil abgestellte Räder während der Schulzeit oft beschädigt oder gestohlen worden sind, verzichten viele Schüler komplett darauf, mit dem Rad zu fahren. An diesem Punkt wird die Stadtverwaltung ansetzen, kündigte Manuel Just an. Die Planungen für die Errichtung von überdachten Fahrradabstellanlagen an der Friedrich Realschule im Sichtbereich zum Pausenhof und der Klassenzimmer sind bereits im Gange. Das Ergebnis sind grundsätzlich Empfehlungen für sichere Radrouten auf dem Schulweg. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies konkret, dass sie eine Karte mit den möglichen Schulradwegen nutzen konnten. In diesen Karten sind Problemstellen markiert und mit Handlungsempfehlungen versehen, wie man diese Stellen sicher auf dem Rad passieren kann. 

Dadurch entstand eine Auflistung unterschiedlicher Problemstellen für den Radverkehr. Diese verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Die Liste zeigt den Planern, wo dringender Handlungsbedarf besteht. Bei der Planung am Werner-Heisenberg-Gymnasium wurden 23 und an der Friedrich Realschule 13 solcher Schwachpunkte  benannt. Die Vorschläge für mögliche Problemlösungen reichen von der Erneuerung oder Ergänzung von Verkehrsschildern und Markierungen bis hin zu größeren Planungs- und Umbaumaßnahmen. Nach der Aufdeckung von Schwachstellen soll möglichst rasch deren Behebung folgen: Schon bei der Übergabe der Pläne konnte der Oberbürgermeister ankündigen, dass als Sofortmaßnahmen die Einfahrtsbereiche zum Werner-Heisenberg-Gymnasium bereits in den kommenden Pfingstferien umgestaltet und die Bordsteinkanten abgesenkt werden. So wird ein sicheres und sturzfreies Einfahren mit dem Rad auf das Schulgelände ermöglicht. Insgesamt nimmt die Stadt allein für die Sofortmaßnahmen über 70 000 Euro in die Hand, um den Radverkehr zu fördern und die Schüler zu einer klimafreundlichen Verkehrsmittelwahl zu animieren. Weitere in der Schulradwegeplanung aufgezeigten Maßnahmen befinden sich in Prüfung. Hintergrund ist, dass mit dem Erlass „Sicherer Schulweg für das Schuljahr 2015/2016“ den weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg die Aufgabe übertragen worden ist, Schulradwegpläne zu erstellen. Die Stadt Weinheim nutzt diese Situation zur Verbesserung der Schulradwege, denn sie sieht darin einen wichtigen Beitrag, Schülerinnen und Schülern unterstützend aufzuzeigen, wie sie selbst aktiv zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Mobilität beitragen können.

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