Einstieg in fantastische Lesewelten

Fortbildungsveranstaltung „Vorlesen, selber lesen, gemeinsam Lesen“ für ehrenamtliche Lern- und Lesepat*innen des Bildungsbüros Weinheim/ Integration Central

Wie gelingt es uns, die Aufmerksamkeit von Grundschulkindern einzufangen, wenn wir in den Klassen Kinderliteratur vorlesen? Um dieser Frage nachzugehen, trafen sich die ehrenamtlichen Lern- und Lesepat*innen des Bildungsbüros zum jährlichen Workshop, geleitet durch Gabriele Hoffmann und Dr. Hans-Bernhard Petermann von LeseLeben HD („Verein zur Förderung der Lesekultur bei Kindern e.V.“)  Sie nahmen die Lern- und Lesepat*innen, die wöchentlich an der Friedrich-Grundschule, der Waldschule, der Zweiburgenschule und der Carl-Orff-Grundschule im Einsatz sind, mit auf eine atmosphärisch-dichte Reise durch eine Vielzahl von ausgewählter Kinderliteratur. Mit verschiedenen Vorlesetechniken, die lautstark, temperamentvoll, gestikulierend, aber auch leise, melodisch, geheimnisvoll oder gruselig vorgetragen wurden, konnten die Teilnehmer*innen selbst erleben, wie leicht das Zuhören fällt, wenn über die Art des Vorlesens Bilder(-geschichten) in den Köpfen entstehen. 

„Unserer Welt ist geprägt von Schnelligkeit und Innovation“ erläutern die frühere Inhaberin der Kinderbuchhandlung „Leanders Leseladen“ und der Philosoph/ ehemalige PH-Dozent „hier möchten wir etwas entgegensetzen“. Mit diesen einführenden Worten halten sie ein Plädoyer z.B. auch für das Lesen von Versbilderbüchern. Denn sie beschreiben Verse als Musik. Die Bilder dazu erzählen Geschichten und gerade durch eine besondere Betonung beim Vorlesen untermalen diese die gezeigten Bilder. Die Kinder lernen dadurch leicht – unabhängig von der Muttersprache oder dem Sprachvermögen – Begrifflichkeiten. Sie erschließen sich den Sinn eines Wortes durch seinen Gebrauch und zusätzlich über den Klang der Worte. Auf diese Weise festigt sich das Sprachelernen auf verschiedenen Ebenen, denn Sprachentwicklung und –förderung geht nicht ohne Lesen als notwendige Kulturtechnik. Und das gilt auch für unsere digitale Welt, um sich darin zurecht zu finden. Über gute Geschichten lernen wir lustvoll mit der Sprache umzugehen und die Literatur zeigt uns obendrein verschiedene Möglichkeiten, Dinge auszudrücken. Es lohnt also zu lesen, um die Welt in ihrer Vielfalt zu entdecken. Dies können die Lern- und Lesepatinnen nur unterstreichen und freuen sich mit neuem Wissen und vielen Anregungen frisch gewappnet ins neue Schuljahr zu starten um auch in diesem Jahr die Lese- und Sprechfreude der Kinder zu fördern und sie zu ermutigen, selbst zu lesen.

So war auch die Antwort auf die Eingangsfrage um Schluss für alle ganz klar: „Über das Vorlesen öffnen wir die Tür zu einer anderen Welt – ist das nicht spannend und sichert uns nicht das die Aufmerksamkeit?“ Das Vorlesen und die Leseförderung sind ein Angebot des Bildungsbüros im Rahmen des Programms „Mehrgenerationenhaus Weinheim“, das die Stärkung des Zusammenwirkens der Generationen und Kulturen in Weinheim als übergeordnetes Ziel hat. Dazu gehört auch das Mehrsprachige Vorlesen in der Stadtbibliothek Weinheim. Nähere Informationen erhalten Sie im Bildungsbüro bei Michaela Buchwald, Fachstellenleitung Grundschule, Tel: 06201 / 2908988.

(Erstellt am 22. September 2022)

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