Im Moment genügend Plätze vorhanden

Notbetreuung an KiTas und Schulen reicht im Moment in Weinheim aus – Hohe Flexibilität in den Einrichtungen

Die seit Montag geltende erweiterte Notbetreuung in den KiTas und Schulen läuft zumindest in Weinheim entspannter als zunächst befürchtet. Zumindest im Moment ist das Angebot an vorhandenen Plätzen noch deutlich höher als die Zahl der Anträge von Eltern, die seit dem 27. April in einem erweiterten Personenkreis den Anspruch auf Betreuung hätten. Nachdem seit Anfang der Corona-Krise nur Eltern in systemrelevanten Berufen den Anspruch auf eine Notbetreuung hatten, sind in dieser Woche auch Eltern berechtigt, die vom Arbeitgeber eine Unabkömmlichkeit am Arbeitsplatz bescheinigt bekommen haben, ebenso Kinder aus schwierigen Verhältnissen.

In den städtischen KiTas und Krippen waren bis Montagnachmittag 26 Kinder angemeldet. Trotz der Corona-Vorschrift, die Gruppen auf die Hälfte zu reduzieren und einer begrenzten Anzahl einsetzbarer Fachkräfte, hat das Amt für Bildung und Sport ermittelt, dass in den städtischen Kindertageseinrichtungen 166 KiTa-Plätze, 18 Krippenplätze und 67 Hortplätze zur Verfügung gestellt werden können. Die meisten Plätze könnte die KiTa Bürgerpark mit 50 Kindern in fünf Gruppen anbieten, die KiTa Kuhweid könnte 40 Kinder in vier Gruppen betreuen. Aber die Zahl der Kinder, die das Angebot in Anspruch nehmen müssen, ist bislang überschaubar. Die meisten Kinder waren am Montag in der KiTa Bürgerpark und in der KiTa Mäusenest in Hohensachsen: jeweils fünf. 16 Kinder werden im Hort betreut, 57 in der Schulbetreuung.

„Die derzeitigen Anmeldezahlen sind auch mit dem verfügbaren Personal gut zu bewältigen“, berichtet Andreas Haller aus dem Amt für Bildung und Sport. Wobei zu erwarten ist, dass die Zahl der Kinder weiter steigen wird. Die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, besteht weiterhin. Und einige Arbeitgeber – zum Beispiel Schulen und teilweise Behörden – fahren ihren Betrieb erst wieder ab dem 4. Mai hoch. Das dürfte die Antragsmenge steigern.
Klar ist jetzt schon: In den Einrichtungen selbst wird bei den Leitungen und Fachkräften ein hohes Maß an Flexibilität gefragt sein. „Wir sind ein gutes Team, deshalb schaffen wir das auch, aber eine Herausforderung ist das schon“, erklärt beispielsweise Evelyn Edinger-Finjap, Leiterin der KiTa „Mäusenest“ in Hohensachsen. Sie selbst führt die Einrichtung aktuell überwiegend aus dem Home-Office, weil sie selbst einer Risikogruppe angehört. Das „Mäusenest“ wird normalerweise von 54 Kindern im Alter von eins bis sechs Jahren besucht; es ist ein offenes Konzept ohne Gruppen. Jetzt muss alles anders sein: Die Kinder müssen in Gruppen in einem festen Raum von denselben Personen betreut werden. In den Garten an der Mehrzweckhalle dürfen sie bei dem schönen Wetter auch nur abwechselnd gruppenweise. „Das verstehen die Kinder nicht“, sagt die Leiterin.

Im Moment ist alles noch relativ entspannt. Das „Mäusenest“ kann zwei große Gruppenräume anbieten; jeweils acht KiTa-Kinder können darin betreut werden, dazu kommen drei Krippenkinder. Bis zu den Grenzen der Corona-Regeln ist also noch Luft nach oben. Aber mehr Räume für Gruppen gibt es nicht, mehr Personal übrigens auch nicht. Ein Viertel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nicht eingesetzt, weil sie oder er einer Corona-Risikogruppe angehört – das ist im gesamten Bildungsbereich so. Evelyn-Edinger-Finjap hat den Eindruck, dass viele Arbeitgeber doch nicht so kulant sind, ihren Mitarbeitern eine Unabkömmlichkeit am Arbeitsplatz zu bescheinigen, wie anfangs gedacht. Einige fürchten wohl, dass die Kinder aus den KiTas das Virus in die Haushalte tragen und sind vorsichtig.
Auf der Homepage der Stadt Weinheim stehen die Anmeldeformulare und die Arbeitgeberbescheinigung zum Download bereit. Es wird jeden Tag über die Anträge entschieden, die bis 10 Uhr vollständig eingehen. Die Eltern erhalten am gleichen Tag eine Zu- oder Absage oder eine Information über das weitere Verfahren. Später eingehende Anträge werden jeweils am nächsten Werktag bearbeitet. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt die Platzzahlen knapp werden, wird eine Warteliste gebildet, wenn nicht sofort eine Zusage erteilt werden kann.

Wer Fragen hierzu hat, kann die Hotline-Nummer im Amt für Bildung und Sport nutzen: 06201 / 82-469 oder per Mail unter bildung@weinheim.de.

(Erstellt am 27. April 2020)

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