Schulsozialarbeit soll ausgebaut werden

Die Corona-Pandemie hinterlässt bei den Jugendlichen ihre Spuren. Diese gehen weit über reine Schulangelegenheiten hinaus: Familienprobleme, Medienkonsum, fehlende Sozialkontakte, Zukunftsängste, Isolation – junge Menschen brauchen mehr Begleitung und Betreuung denn je. Der Schulsozialarbeit kommt eine immer wichtigere Aufgabe zu.

Dieser Aufgabe will die Stadt Weinheim Rechnung tragen und weitere Stellen in der Schulsozialarbeit schaffen. Der Kinder- und Jugendbeirat beschäftigt sich am Mittwoch, 24. November, 16 Uhr, in der Stadthalle öffentlich mit einem Antrag des Amtes für Bildung und Sport. Der Beirat als beratender Ausschuss soll dem Gemeinderat für seine Haushalts- und Stellenplanberatung eine Schaffung von zwei neuen Stellen empfehlen. In Weinheim wären dann 10,2 Stellen in der Schulsozialarbeit besetzt. Das ist dann zwar noch immer deutlich weniger als vom Kommunalverband für Jugend und Soziales gefordert, aber mehr als im Vergleich zu Land und Landkreis.

Gut daran ist, dass auch Bundes- und Landespolitik den Bedarf erkannt haben und ein Förderprogramm aufgelegt haben. Gemeinsam mit einer Förderung des Rhein-Neckar-Kreises sind die reinen Personalkosten für die neuen Stellen für die Stadt fast kostenneutral.
Der Ausbau der Schulsozialarbeit ist nur eines von mehreren wichtigen Themen, die der Kinder- und Jugendbeirat am Mittwoch in öffentlicher Sitzung vorberät. Unter anderem geht es um die beiden Träger, die sich um den Betrieb der vorläufige Kindertagesstätte auf dem ehemaligen Gelände der Johann-Sebastian-Bachschule an der Fichtestraße beworben haben: Es sind die Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Rhein-Neckar e.V., Weinheim sowie die  Espira und Joki Kinderbetreuung GmbH aus München.
 
Brisanter allerdings dürfte der Punkt „Weiterführung des Förderangebotes „TEMA4/Beratung 18+“ sein. TEMA steht für „Türkische Eltern als Motor der Ausbildung“. Das Land Baden-Württemberg will das Projekt der Weinheimer Bildungskette nicht mehr weiter fördern, das geht unter anderem aus der Sitzungsvorlage hervor. Derzeit wird das Projekt von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds, des Landes und der Stadt Weinheim getragen. Die Verwaltung will die Fortführung des Projektes wenigstens im Jahr 2022 sicherstellen. Doch sie macht auch deutlich: „Sollten bis Ende des Jahres 2022 keine weiteren Finanzierungsmöglichkeiten erschlossen werden können, wird keine weitere Finanzierung über die Stadt Weinheim erfolgen.

In konkreten Zahlen bedeutet das: Im Jahr 2021 waren 222 390 Euro für TEMA veranschlagt, 177 910 Euro kamen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Landesmitteln. Die Stadt Weinheim übernahm 44 480 Euro. Für das Jahr 2022 kalkuliert die Stadt so: 211 330 Euro werden voraussichtlich benötigt, 30 000 Euro kämen von der Freudenberg Stiftung, 25 000 Euro von der Schöpflin und 25 000 Euro von der Dohle Stiftung. Die Stadt müsste demnach 131 330 Euro schultern – wenn nicht noch weitere Fördergelder eingehen.
Ein weiteres Themen am Mittwoch ist ein Wohnprojekt, das „entkoppeltem“ Jugendlichen helfen soll. Junge Menschen, die von der Regionale Jugendagentur „Job Cenral“ im im Projekt „Läuft“ Hilfe bekommen, sollen damit auch einen festen Wohnsitz bekommen. Gesucht werden kleine Wohnungen an der Bergstraße.

Ebenfalls am Mittwoch, 24. November, 18.30 Uhr tagt der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung öffentlich in der Stadthalle. Dabei geht es unter anderem um die Schmutzwassergebühr.

(Erstellt am 23. November 2021)

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