Slow Food zum Weinheimer Herbst

Foto: Lena Nauland

Neue Veranstaltung zum Verkaufsoffenen Sonntag am 10. und 11. September

Es ist ohne Frage ein Zeichen der Zeit: so zu essen und zu trinken, dass es den Grundsätzen der Nachhaltigkeit entspricht. Also regional und weitgehend biologisch, nicht verschwenderisch, produktbezogen, saisonal, gesund und lecker zubereitet. Lange bevor zum Beispiel der Zusammenhang zwischen Nahrungsmittel und Essgewohnheiten mit Tierwohl und Klimaschutz so heftig diskutiert wird wie in jüngster Vergangenheit, hat sich in Italien die internationale Slow-Food-Bewegung gegründet, die seit nun 30 Jahren in Deutschland aktiv ist. Ihre Maxime: Gutes, sauberes und faires Essen für alle. (Das ist der offizielle Claim). Diese Bewegung hat auch Weinheim erreicht, spätestens seit die gebürtige Österreicherin,  Feinkost-Händlerin und Gastronomin Jasmine Letschnig mit ihrer „Genuss x Zeit – Die österreichische Botschaft“ nach Weinheim ins Karlsberg Carré gekommen ist. 

Jasmine Letschnig hat einen Abschluss als „Master of Gastronomy“ der renommierten Slow Food Universität in Pollenzo, Piemont und ist seit 4 Jahren Mitglied des Leitungsteams der lokalen Slow-Food-Gruppe Rhein-Neckar, eine der über 80 Regionalgruppen von Slow Food Deutschland. Auf ihre Initiative hin und mit ihrer Unterstützung veranstaltet die Stadt Weinheim am 10. und 11. September, am letzten Wochenende der Sommerferien, den ersten Slow-Food-Markt der Region. Neben Slow Food Rhein-Neckar ist Slow Food Pfalz  in die Organisation eingebunden. Das heißt: Der Markt für handwerklich hergestellte Lebensmittel  hat reichlich Erfahrung und Expertise im Hintergrund. Maria Zimmermann und Roland Kern vom Amt für Touristik, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit haben die Chance aufgegriffen und die Idee eines Slow-Food-Marktes zum Weinheimer Herbst weiter entwickelt. Der Markt in der Mittleren Hauptstraße folgt auf den früheren Provence-Markt, der sich im Moment nicht mehr realisieren lässt. Das Konzept steht schon: Jasmine Letschnig und Martina Bauder von Slow Food Pfalz haben in ihrem Slow-Food-Netzwerk „getrommelt“ und engagierte Betriebe aus den umliegenden Convivien (Regionalgruppen) gewinnen können. Es werden bis zu 12 Slow-Food-Unterstützer und auch Produzenten von der Slow Food Messe Stuttgart vor Ort sein, die Käse, Wurst, Trüffeliges, Cassisprodukte, Spritiges und Spritziges, geniale Essigprodukte, feine Öle, alte Gemüsesorten, Weine, Kaffees und vieles mehr anbieten. Das Erscheinungsbild soll einheitlich und hochwertig sein. Das gelingt auch deshalb, weil es die Stadt geschafft hat, aus dem Sofortprogramm Einzelhandel des baden-württembergischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus eine Förderung zu bekommen. Das Ziel des Programms ist eine Belebung der Innenstädte nach Corona. 

Mit diesem Rückenwind aus Stuttgart kann die Stadt den Slow-Food-Markt angemessen ausstatten und im Rahmenprogram weitere spannende Ereignisse organisieren, etwa eine „Schnippeldisko“, bei der die Teilnehmer gemeinsam im Rhythmus von DJ-Klängen ein Essen zubereiten. Das Gemüse dazu stammt von der Food-Sharing-Gruppe und wurde vorm Wegwerfen „gerettet“. Weitere passende Vorträge sind geplant, ein überzeugter Mitstreiter ist zum Beispiel der Weinheimer Brot-Sommelier Michael Kress. Der Slow Food-Markt findet also am selben Wochenende statt wie der Weinheimer Herbst mit Kunsthandwerkermarkt, den der Verein „Lebendiges Weinheim“ in diesem Jahr – nach einer coronagerechten Version 2021 – wieder in voller Präsenz veranstaltet. Dazu gehört auch wieder das Dürreplatzfest des Stadtjugendring mit Live-Musik und der Partyband „SWEAT“ am Samstag zum Weinheimer Herbst.

(Erstellt am 21. Juli 2022)

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