Ein Konzept als Grundlage

„Dieses Konzept zeigt uns vor allem, dass es in Weinheim im Bereich der Integration schon sehr viel gibt, dass an vielen Stellen schon viel gemacht wird.“ So beurteilt Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just das erste Weinheimer Integrationskonzept, das jetzt am Mittwoch auch im Gemeinderat diskutiert und als „Grundlage künftiger Maßnahmen“ beschlossen worden ist. Das Gremium kam damit einer Empfehlung des Internationalen Ausschusses nach.

Das über 60-seitige Konzept, das im Zuge eines groß angelegten Prozesses im Laufe fast eines ganzen Jahres unter Beteiligung von rund 500 Menschen entstanden ist, ist ein Leitfaden für weiter gelingende Integration in der Stadt, „in der Integration gelebt wird“, wie OB Just beschrieb. „Es gibt kaum eine andere Stadt, die bei der Integration schon so weit ist wie Weinheim“, hieß es unter anderem am Ratstisch.
Vor einem Jahr hatte der Weinheimer Gemeinderat die Entscheidung getroffen, die Stadt sollte ein Integrationskonzept erarbeiten. Im Februar 2019 begann alles mit einer großen Auftaktveranstaltung in der Stadthalle – einige Hundert Menschen waren dabei. Das ganze Jahr über fanden weitere Workshops und Ideenwerkstätten statt, die Federführung hatte jeweils die Stabsstelle für Flüchtlingshilfe und Integrationsmanagement.
Ergebnis dieses fast einjährigen Beteiligungsprozesses ist das nun vorliegende Integrationskonzept. In dem Integrationskonzept sind Vorschläge dargestellt, die als Handlungsempfehlungen definiert worden sind. Dabei geht es unter anderem um das Kernthema, dass die deutsche Sprachfähigkeit bei allen Bürgerinnen und Bürgern verankert ist, den Dialog und Begegnung, um ein Gleichgewicht von unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Fähigkeiten zu erreichen. Der Soziale Wohnungsbau soll gefördert werden, ein Sozialkaufhaus soll eingerichtet werden. Austausch und Begegnungen sollen gepflegt werden, ein Quartiersmanagement in Weinheim etabliert, Zusätzlich Orte und Raum zur Begegnung sollten geschaffen werden, Die Teilnahme an Freizeit-und Kulturveranstaltungen durch Vergünstigungen auch für Geringverdiener ermöglicht werden.
Ein Migrationsbeirat soll die politische Mitverantwortung in der Stadt durch möglichst alle Bevölkerungsgruppen etablieren. Der niedrigschwelligen Zugang zu Beschäftigung für nicht ausgebildete Menschen soll weiter entwickelt und ausgebaut werden. Die Stadt soll den interreligiösen Austausch der unterschiedlichen Religionen stetig unterstützen.
In Leitsätzen zur Integration sind außerdem Sätze im Konzept verankern, die eine Basis der Verständigung definieren, unter anderem die Achtung gesellschaftlicher Unterschiedlichkeit und das Bekenntnis zu einer bunten und offenen Stadtgesellschaft. "Wr stehen jetzt an der Startlinie, jetzt dürfen wir nicht nachlassen in unseren Aktivitäten", fasste OB Just zusammen.
Gewürdigt wurde auch der Ansatz des Konzeptes, grundsätzlich die Themen der Integration als Themen der gesellschaftlichen Verschiedenheit  und Teilhabe zu verstehen.
 

(Erstellt am 04. Dezember 2019)

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