Der Exotenwald feiert Geburtstag

Foto: Reinald Schneller

Großer Wald-Erlebnistag in Weinheim am 17. Juli mit vielen Infos und Aktionen zum 150-jährigen Bestehen des Exotenwaldes

Was man in einem Wald so alles erleben kann! Einen Motorsägenkünstler bei der Arbeit, an einer Zwei-Hand-Zugsäge selbst ausprobieren wie vor früher im Wald gearbeitet wurde, mit einem Hubsteiger über den Wipfeln schweben, alles erfahren über Kräuter, Pilze und Waldtiere – auf Bäume klettern! Das Programm zum Wald-Erlebnistag am Sonntag, 17. Juli, aus Anlass des 150-jährigen Geburtstages des Weinheimer Exotenwaldes ist beeindruckend, ein Naturabenteuer im Umfeld des historischen Aboretums, das im ganzen Land seinesgleichen sucht. Seit über einem halben Jahr organisieren ForstBW und die Stadt Weinheim das große Geburtstagsfest für den Exotenwald: Rund 25 Aktions- und Erlebnisstände säumen nun die rund drei Kilometer langen und gut begehbaren Exotenwaldwege, zwischen Schlosspark, Kneippanlage und Judenbuckel. Mehr als 20 Orgainsationen begleiten das Fest: Naturschutz- und Wanderverbände, Geo- und Naturpark, der Kneippverein, die Waldbaden-Akademie, Weinheimer Sportvereine; die Jägervereinigung zeigen Jagdhunde und sogar einen zur Jagd ausgebildeten Uhu. Vor allem für Kinder gibt es Mitmachangebote: Fledermaus- oder Insektenhotels basteln, oder ein Vesperbrettle aus Exotenwaldholz – die sieben Stunden von 10 Uhr bis 17 Uhr dürften gerade ausreichen, um alles zu erleben. Und alles ohne Eintritt. 

„Wir feiern die Vielseitigkeit“, so lautet das Motto des Walderlebnistages. Von 10 Uhr bis 17 Uhr werden an diesem 17. Juli an den zentralen Wegen des Waldes, im Eingangsbereich am Schlosspark und auf dem „Judenbuckel“ Info- und Aktionsstände aufgebaut sein. Natürlich ist auch für passendes Essen und Trinken gesorgt – vom erfrischenden Eis bis zur Wildbratwurst und einem frischen Woinemer Bier vom Quittenprojekt Bergstraße bis zur Bäckerei Brehm. Der Walderlebnistag am 17. Juli wird am Eingang vom Schlosspark aus, wo der Gedenkstein für den Gründer Christian Freiherr von Berckheim steht, um 10 Uhr von Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just und Landwirtschaftsminister Peter Hauk eröffnet. In der ForstBW-Hütte, zentral im Exotenwald gelegen, haben die Besucher das letzte Wort bei einem Fotowettbewerb. Eine Jury hat die „Top12“ von fast 40 Einsendungen ausgewählt; das Dutzend wird in der Forsthütte ausgestellt. 

Der Weinheimer Exotenwald ist nicht nur ein Ausflugsziel am Standrand und eine „grüne Lunge“ voller exotischer Gerüche und Anblicke – er ist auch ein forstwissenschaftlich sehr spannendes Arboretum, mit rund 60 Hektar sogar eines der größten in Europa. Und: Der Weinheimer Exotenwald feiert dieses Jahr einen runden Geburtstag. Denn1872 wurde er von Freiherr Christian Friedrich Gustav von Berckheim begründet. Der Adlige aus dem Schloss pflanzte in den Jahren zwischen 1872 und 1883 insgesamt rund 12 500 Bäume. Von den insgesamt 400 Baum- und Straucharten, deren Anpflanzung bisher erprobt wurde, sind 170 übrig geblieben. Das Land Baden-Württemberg erwarb den Wald im Jahr 1955 und erweiterte ihn auf die heutige Größe von 60 Hektar. Vorwiegend stehen dort alte Baumarten aus Europa, dem Mittelmeerraum, Nordafrika, Nordamerika, Klein- und Ostasien. Besonders bekannt sind die Mammutbäume aus Nordamerika; sie erreichen inzwischen eine Höhe von bis zu 60 Metern. Besonders auffällige Exoten im Bestand sind zum Beispiel  die Japanische Magnolie, die Japanische Sicheltanne und der Japanische Kuchenbaum, der im Herbst so wunderbar nach Marmorkuchen duften kann. 

Um ein hohes Verkehrsaufkommen in der Innenstadt und rund um den Schlosspark an diesem Tag zu vermeiden, setzen die Veranstalter einen Pendelbusverkehr vom Parkplatz am Baumarkt OBI an der B3 ein. Dort steht genügend Parkraum zur Verfügung. Außerdem sind die Busse dort gut an die rnv-Linie 5 angebunden (Haltestelle Rosenbrunnenstraße).

(Erstellt am 08. Juli 2022)

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