In „Nord“ kommt Bewegung

Krieg, Krise und Inflation zum Trotz: Das Weinheimer Gewerbegebiet „Nord“ zwischen B3 und Bahnschiene füllt sich – ein bisschen langsamer als gedacht, aber Stück für Stück. Der Gemeinderat soll in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 22. Juni, ab 18 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus die Vergabe von weiteren acht Grundstücken an sieben Bewerber beschließen; einer bekommt zwei Grundstücke. Oberbürgermeister Manuel Just will die Namen der künftigen Weinheimer Betriebe nach dem Beschluss bekanntgeben.

Dann sind von 31 Bauplätzen im Gewerbegebiet noch sieben frei. Ausschlaggebend für eine Vergabe ist eine von der Verwaltung erstellte Bewertungsmatrix, bei der Punkte für Arbeitsplatz- und Ausbildungsangebot, Wertschöpfung und Branchenstruktur, ökonomische Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und positive Wirkungen für die Stadtentwicklung vergeben werden. Mindestens 500 von 1000 möglichen Punkten müssen Bewerber erreichen, um in die engere Wahl zu kommen. So hatte es der Gemeinderat im Frühjahr 2021 festgelegt.
Die Intention dieses Verfahrens ist es, die Balance zwischen Flächenverbrauch und Gewerbeentwicklung zu bewahren. Zum Beispiel soll vermieden werden, dass größere Grundstücke belegt werden, ohne dass darauf nennenswert Arbeitsplätze entstehen oder Gewerbesteuer bezahlt wird. Das ist ein Vorgehen, das durchaus von den expandierenden Betrieben viele Nachweise fordert. Allerdings: 14 Firmen von 22 Bewerbern haben nicht alle Mindestanforderungen erfüllt.
So kam es jetzt auch, dass sich noch sieben der 15 angebotenen Grundstücke im Eigentum der Stadt befinden. Zum Zuge kommen nun ein Schreinereibetrieb, ein Dienstleister für Veranstaltungstechnik, ein Konstruktionsbüro, ein Sanitär- und Heizungsbetrieb, eine Firma aus dem Bereich Maschinenbau, ein Großhandel für Bodenbeläge und Baustoffe sowie ein Unternehmen, das im sozialen Bereich tätig ist.
Die Grundstückspreise belaufen sich je nach Lage zwischen 165 und 185 Euro pro Quadratmeter. Was die weitere Vermarktung angeht, strebt die Verwaltung nun eine flexiblere Vorgehensweise an.
Wenn der Gemeinderat entsprechend Rückendeckung gibt, könnten Grundstücke – abweichend von den ersten beiden Vergaberunden – „nachfragebezogen“, also quasi „auf Zuruf“ vergeben werden können. Damit könnte man dem Wunsch von Unternehmen nachkommen, „zeitlich flexibler“ zu agieren. An den vom Gemeinderat beschlossenen Auswahlkriterien und der Bewertungsskala sollen allerdings keine Änderungen vorgenommen werden.
Außerdem befasst sich der Gemeinderat unter anderem mit diesen Themen: Bebauungsplan Bergstraße 147 (ehemaliges „Hexenstübchen“), Namensgebung für die Grundschule Rippenweier, Änderung der Schulbezirke und Verlängerung des Durchführungszeitraums für das Sanierungsgebiet „Westlich Hauptbahnhof“ bis Ende 2024.
 

(Erstellt am 21. Juni 2022)

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