Jetzt darf gekneippt werden

Das Wasser kam, als der Regen ging. Rechtzeitig vor dem ersten Frühsommer-Wochenende und einer angekündigten Gutwetter-Phase in der Region wurde am Freitag in Weinheim die Kneippanlage eröffnet. Rund acht Wochen lang hat eine Sanierung der 50 Jahre alten Anlage gedauert – nun liegt sie wieder als Visitenkarte Weinheims mitten im Exotenwald, nur etwa zehn Gehminuten vom Schlosspark entfernt.
 

Einen Tag zuvor hatten die Stadtwerke Weinheim, die eine treibende Kraft der Sanierung waren, das Wasser einlaufen lassen. Es stammt aus einer natürlichen Quelle im Weinheimer Wald; durch eine Neuverlegung von Leitungen ist die Versorgung nun bis auf Weiteres gewährleistet. Die Weinheimer Kneippanlage gehört zu den idyllischsten Orten der Bergstraße.
Die Sanierung war ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt, der Stadtwerke und des Kneippvereins Weinheim, der sich bei der Gestaltung der Außenanlage ehrenamtlich eingebracht hat –  daher waren es auch Oberbürgermeister Manuel Just, Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner, Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Krämer sowie Heide Engel und Monika Roth vom Kneippverein Weinheim, die die neue alte Kneippanlage am Freitag einweihten. Jetzt steht sie wieder den Waldbesuchern zur Verfügung; aus Corona-Gründen bis auf Weiteres aber noch für eine jeweils begrenzte Personenzahl. Hinweisschilder am Eingang erklären das.
Nicht nur die Wasserzuführung ist neu verlegt. Das Becken ist neu gefliest, die Armbecken sind mit Edelstahl verkleidet. Die Grünfläche drumherum ist neu bepflanzt, der Rotary-Club hat sogar einen Barfuß-Pfad angelegt. Die Sanierung wurde mit Spendengeldern aus der Bevölkerung unterstützt; in Lützelsachsen hatte sich sogar eine Kinder-Gruppe gegründet, um für die Kneippanlage zu sammeln.
Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just hob bei der Einweihung am Freitag nochmals die gelungene Gemeinschaftsaktion hervor. Beispielhaft habe hier die Kommune, ein Unternehmen und ein Verein zum Wohle der Bürgerschaft zusammengearbeitet. So gesehen, könnte die Kneippanlage eine Vorbildfunktion für andere Projekte sein. Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner drückte seinen Wunsch aus, dass die Anlage im Wald von Vandalismus verschont bleibe. „Wer hier zerstört, der zerstört auch bürgerschaftliches Engagement“, appellierte er. Alle Beteiligten wünschten sich eine soziale Kontrolle im Wald, um Zerstörung zu vermeiden.
In Weinheim hat das „Wassertreten“ übrigens Tradition. Vor 85 Jahren gründete sich der hiesige Kneipp-Verein, die Kneipp-Anlage im Exotenwald wurde im Jahr 1971 gebaut.
Wer das Sanierungsprojekt und damit den Kneippgedanken in Weinheim weiter fördern möchte, kann dafür auf das Konto des Kneipp-Vereins Weinheim und Umgebung e.V. unter dem Verwendungszweck „Erhalt Kneipp-Bad“ spenden: IBAN DE04 6705 0505 0063 0198 60. Der Kneippverein plant auch noch ein Einweihungsfest mit Bürgerinnen und Bürgern, wenn Corona es wieder zulässt.
Mehr Infos zum Kneipp-Verein und zum Kneippen unter: kneippverein-weinheim.jimdofree.com
 

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