Kommunale Wärmeplanung

Baden-Württemberg hat es sich nach den jüngsten Bestrebungen der Landesregierung zum Ziel gesetzt, voraussichtlich bereits bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden.

Dieses ehrgeizige Klimaschutzziel ist allerdings nur zu erreichen, wenn es gelingt, auch die Wärmeversorgung als eine der Hauptquellen von Treibhausgasen weitestgehend klimaneutral zu gestalten.

Hier kommen die Kommunen ins Spiel. Denn während das Land zwar die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Zielvorgaben für den Klimaschutz definiert, sind es in erster Linie die Kommunen, die eine klimaneutrale Wärmeversorgung planen und letztendlich auch umsetzen können. Bislang wurde dem kommunalen Wärmesektor im Rahmen der Energiewende jedoch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt – nicht zuletzt auch deshalb, weil es den Kommunen schlichtweg an planerischen Instrumenten mangelte, um dieses Thema strategisch anzugehen.

Das Land Baden-Württemberg hat dies erkannt und daher als erstes Bundesland die kommunale Wärmeplanung im novellierten Klimaschutzgesetz (§ 7d) verankert und auf dieser Rechtsgrundlage sämtliche Stadtkreise sowie die großen Kreisstädte mit mehr als 20.000 Einwohnern verpflichtet, bis Ende 2023 kommunale Wärmepläne aufzustellen.

Das Klimaschutzgesetz gibt vor, welche Elemente der kommunale Wärmeplan enthalten muss:

Im 1. Schritt wird anhand einer Auswertung der Verbrauchsdaten, die von den Energieversorgern bereitgestellt werden, sowie von Informationen der Bezirksschornsteinfeger über die Art und Beschaffenheit der Wärmeversorgung flächendeckend für das gesamte Stadtgebiet eine räumlich aufgelöste Bestandsanalyse zum Wärmebedarf und zur vorhandenen Wärmeversorgungsstruktur durchgeführt.

Anschließend werden vorhandene Potenziale zur Senkung des Wärmebedarfs durch Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz einerseits und zur klimaneutralen Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien sowie Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung andererseits ermittelt. Darauf aufbauend wird ein klimaneutrales Szenario für die Zukunft erstellt. Mit dem sogenannten Transformationspfad ist eine konkrete Strategie zu entwickeln, wie dieser Umbau gelingen kann und welche Maßnahmen dabei prioritär in den kommenden 5 Jahren nach Fertigstellung des Wärmeplans zu realisieren sind.

Dieser individuell erarbeitete „Fahrplan“ soll es der Stadt Weinheim ermöglichen, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten insbesondere bei Infrastrukturprojekten und bei der Erschließung von Neubaugebieten von Anfang an die richtigen Weichen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu stellen. Genauso soll er aber auch weitere lokale Akteure aus Industrie, Handel und Gewerbe sowie Weinheims Bürger*innen bei ihren individuellen Investitionsentscheidungen sowohl bei Neubaumaßnahmen als auch im Rahmen der Bestandssanierung Orientierung geben.

Bei der Erarbeitung des kommunalen Wärmeplans wird die Stadt Weinheim tatkräftig von der Firma EEB Enerko aus Aldenhoven unterstützt, die über langjährige Erfahrung auf diesem Sektor verfügt und bereits in der Vergangenheit für die Stadt tätig war. Aktuell befinden wir uns in der Phase der Datenerhebung, auf deren Basis die Bestandsanalyse erstellt wird. Die amtliche Bekanntmachung über die Erhebung und Verarbeitung der Daten finden Sie hier (410 KB).
 
Weiterführende Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung finden Sie bei der Landesenergieagentur KEA-BW https://www.kea-bw.de/waermewende/wissensportal/warum-kommunale-waermeplanung


Quelle: enerko.de

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