Sanierung sinnvoll und sozial

In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr wird sich der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung am Mittwoch, 15. Januar, 17.15 Uhr, in öffentlicher Sitzung mit der Sanierung des städtischen Wohnblocks in der Mannheimer Straße, Hausnummer 14 bis 20, befassen. Wie es der Gemeinderat schon im Dezember 2018 im Grundsatz beschlossen hat, soll der ATUS nun die Detailplanung der Sanierung beraten und dem Gemeinderat entsprechende Empfehlungen für seine Sitzung am 29. Januar aussprechen. Im Anschluss tagt der Ausschuss für Digitalisierung.

Der Gemeinderat hatte seinerzeit viele Argumente geprüft und die Frage, ob eine Sanierung oder ein Neubau besser ist, sorgfältig abgewogen. Die Entscheidung im Gremium fiel mit großer Mehrheit für eine Sanierung.
„Aus guten Gründen“, bestätigte jetzt Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner. Oberbürgermeister Manuel Just  verwies darauf, dass bei einem Treffen durchaus die Abwägung zwischen Sanierung und Neubau auch angesichts einer Kostensteigerung erneut erörtert worden sei. Ebenso der Spielraum bei der Ausstattung der Gebäude, beispielsweise bei den Balkonen.
Fetzner erinnerte nochmals an die Argumente, die seinerzeit den Ausschlag gaben. Bei einem Abriss und Neubau wären die Verbau- und Abfangungsmaßnahmen wegen des zweigeschossigen Kellers derart aufwändig, dass eine Baustelle auch massiv in den Straßenbereich und die vorhandene Infrastruktur der Mannheimer Straße eingreifen würde . Und gerade im Hinblick auf Klimaschutz und Energieeinsparung sei ein Abbruch mit allen Begleiterscheinungen wie Abbruch, Transport, Entsorgung und Recycling die schlechtere Lösung. Bei einer umfassenden Betrachtung zur energetischen Nachhaltigkeit muss insbesondere der Erhalt des Gebäudes und der darin enthaltenen „Grauen Energie“ berücksichtigt werden.
Ein Bestandsgebäude genieße Bestandsschutz bei der Stellplatzfrage, bei jedem Neubau wäre aber durch die schwierige Grundstückssituation eine Tiefgarage erforderlich. Auch sei es der ausdrückliche Wunsch im Gemeinderat gewesen, die markante, stadtbildprägende Architektur des Gebäudes zu erhalten.
Die Verwaltungsspitze reagierte auch mit Unverständnis auf Forderungen, einen Neubau künftig „wirtschaftlich“ zu einem Quadratmeterpreis von 9.50 Euro zu vermieten. „Damit würden wir unserer sozialen Aufgabe als Kommune sicherlich nicht gerecht“, gibt OB Manuel Just zu Bedenken. Er verwies auf den Konsens im Gemeinderat, dass die Mieten nach einer Sanierung bei einem Preis von 6 Euro bewahrt bleiben. Dies habe der Gemeinderat wegen des knappen sozialen Wohnraums in der Stadt ausdrücklich so gewünscht. Just: „Wir haben etliche Menschen in der Stadt, die darauf angewiesen sind, und wir wollen uns nicht aus dieser Verantwortung verabschieden.“
Um 19 Uhr tagt dann der Ausschuss für Digitale Angelegenheiten. Dabei geht es im Wesentlichen um neuen WLAN-Hotspots in der Stadt, unter anderem im Schlosspark und am Waidsee.
 

(Erstellt am 14. Januar 2020)

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