Weinheim Mobil

Mit dem nachhaltigen Mobilitätsplan liegt Weinheim ein strategischer Handlungsrahmen für die Zukunft der Mobilität vor


Anlass für die Erstellung des nachhaltigen Mobilitätsplans der Stadt Weinheim waren die Ergebnisse aus dem Prozess der Weinheimer Zukunftswerkstatt, der zum städtebaulichen Rahmenplan führte. In diesem Prozess nahm das Thema Mobilität eine besondere Rolle ein. Bereits damals wurde klar: Die Mobilität der Zukunft erfordert eine umfassende und fachlich fundierte Planung. Unmittelbar an die Zukunftswerkstatt schloss sich daher die Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans Weinheim 2040 an. Auch im Klimaschutzkonzept wurde die Erstellung dieses Plans als zentrale Maßnahme verankert.
Im Laufe des Prozesses wurden in vielen Punkten die Erkenntnisse aus der Zukunftswerkstatt bestätigt, aber auch deutlich vertieft und um wichtige Anhaltspunkte für eine gelingende Umsetzung ergänzt.
 Durch die guten Erfahrungen mit den Beteiligungsformaten im Rahmen der Zukunftswerkstatt wurde ein ähnlich stark auf Bürgerbeteiligung ausgerichtetes Vorgehen auch für die Erstellung des Mobilitätsplans als zielführend angesehen. Zusammen mit den weiteren Erkenntnissen aus der Zukunftswerkstatt ist der nachhaltige Mobilitätsplan Weinheim 2040 ein Plan, der…

… alle Verkehrsträger integriert betrachtet.
… eine langfristige Vision und einen klaren Umsetzungsplan hat.
… auch die Wechselwirkungen mit dem Umland betrachtet.
… die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit des Mobilitätssystems bewertet.
… die Bürgerinnen und Bürger sowie Interessengruppen einbezieht.

Damit entspricht der Weinheimer Mobilitätsplan den Leitlinien und Kriterien, die für einen sogenannten „Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP)“ bestehen. Vom Bundesministerium für Verkehr wurde der Mobilitätsplan gemäß der SUMP-Leitlinien gefördert. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg fördert den Plan zusätzlich als Aktionsplan. So werden ca. 80% der Gesamtkosten von Bund und Land getragen. Dies schafft eine hervorragende Grundlage für weitergehende Fördermöglichkeiten in der Maßnahmenumsetzung.
Die Stadt Weinheim konnte für den Planungsprozess das Fachbüro R+T für die verkehrsplanerische Bearbeitung gewinnen und das Unternehmen „Wer denkt was“ für die Begleitung und Durchführung des Kommunikations- und Beteiligungsprozesses.

So geht es weiter!

Im Rahmen der Beteiligung und Erarbeitung des Mobilitätsplans haben sich zahlreiche Schwerpunktthemen aus den Maßnahmenpaketen herauskristallisiert. Einige Maßnahmen befinden sich bereits in der Planung und Umsetzung. Dazu gehören u.a. die Radschnellverbindung (von Mannheim über Viernheim nach Weinheim) und auch die Neugestaltung der Sommergasse. Im Rahmen des Umbaus fand der Fußverkehr eine besondere Beachtung. Mit der Einrichtung eines bereits geplanten Kreisverkehrs an der Viernheimer Straße / Händelstraße werden Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit erhöht und die Leistungsfähigkeit verbessert.
 
Für die Umsetzung der weiteren Maßnahmen sind die Machbarkeiten zu prüfen und, wo erforderlich, konkrete Planungen zu erstellen.
 
Wesentliche räumliche und inhaltliche Schwerpunkte für die erste Phase der Umsetzung sind:
Maßnahmen Innenstadt – Parkraummanagement, Cityrouten, Verkehr rund um den Markplatz, Bahnhofstraße im Bereich Dürreplatz
Drehscheibe Händelknoten – Barrierefreier Ausbau der Haltestelle, Radschnellverbindung, Umgestaltung Knotenpunkt Händelstraße/Mannheimer Straße, Radverkehrsführung Mannheimer Straße, Erreichbarkeit des Multzentrums
Optimierung der Ampelschaltungen
Verbesserungen Stadtbusverkehr inkl. Verbesserung der Anbindung der Ortsteile im Rahmen der Neuausschreibung
  Kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit mit Schwerpunkt auf Schulwege und Radverkehr


Hier ist der nachhaltige Mobilitätsplan in der Kurzfassung als Download verfügbar.  (10,2 MB)
Hier ist der nachhaltige Mobilitätsplan in der Langfassung als Download verfügbar.  (6,6 MB)

Anlagen zum Mobilitätsplan:
Plandarstellungen (16,2 MB)
Maßnahmensteckbriefe (4,4 MB)
Vertiefung Fußverkehr (639 KB)
Vertiefung Radverkehr (4,3 MB)
Plandarstellungen zur Vertiefung Radverkehr (12,3 MB)
Umsetzungskonzept (137 KB)
Übersicht Indikatoren (123 KB)

Hintergrundinformationen zum Mobilitätsplan

Warum braucht Weinheim einen nachhaltigen Mobilitätsplan?

Um ein Gesamtbild der städtischen Mobilität zu erhalten. Die letzte verkehrliche Analyse in Weinheim liegt fast 20 Jahre zurück.
Damit wir ein lebenswertes, nachhaltiges, klimagerechtes Weinheim für Alle erreichen und bewahren. Denn dies entspricht den übergeordneten Qualitätszielen aus dem städtebaulichen Rahmenplan als Ergebnis der Weinheimer Zukunftswerkstatt.
Damit der Wunsch nach verkehrlichen Veränderungen aus der Zukunftswerkstatt weiterverfolgt wird. Hier erfahren Sie mehr zur Zukunftswerkstatt.
Um den veränderten Rahmenbedingungen (Klimaschutz, Digitalisierung, E-Mobilität (Fahrrad und Auto), veränderte Arbeitswelt, Barrierefreiheit) gerecht zu werden.
Für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur.

Was ist ein nachhaltiger Mobilitätsplan?

Der nachhaltige Mobilitätsplan Weinheim 2040 ist ein Plan, der…
… alle Verkehrsträger integriert betrachtet.
... eine langfristige Vision und einen klaren Umsetzungsplan hat.
... auch die Wechselwirkungen mit dem Umland betrachtet.
… die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit des Mobilitätssystems bewertet. 
… die Bürgerinnen und Bürger sowie Interessengruppen einbezieht.

Wie entsteht ein nachhaltiger Mobilitätsplan?

1. Phase: Analyse - Wo stehen wir? Was läuft gut in Weinheim? Wo gibt es noch Potentiale für Verbesserungen?
2. Phase: Wo wollen wir hin? - In dieser Phase werden die bereits formulierten und beschlossenen Ziele aus dem städtebaulichen Rahmenplan konkretisiert.
3. Phase: Wie kommen wir dahin? - Konkrete Umsetzungsstrategien und Maßnahmenpläne werden in dieser Phase erstellt, damit die Ziele erreicht werden können.

Erster Schritt: Die Analyse - Wo stehen wir?

Wie bewegen sich die Bürgerinnen und Bürger künftig in Weinheim? Wie muss der Verkehr organisiert werden, damit sich der Verkehrsfluss verstetigt und weniger Lärm und Schadstoffe entstehen? Welche Anreize und Angebote braucht es für einen attraktiven ÖPNV, welche Bedingungen benötigen Radverkehr und Fußverkehr? Auf diese und viele weitere Fragen wird der Mobilitätsplan Antworten geben.

Zunächst gilt es jedoch, das aktuelle Mobilitätsverhalten in Weinheim zu erfassen, um daraus Rückschlüsse für die Mobilität der Zukunft ziehen zu können. Im Rahmen einer umfassenden Studie werden deshalb die Verkehrsströme untersucht sowie Bürgerinnen und Bürger zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Verschiedene Methoden der Verkehrserhebung werden hierbei kombiniert, um ein möglichst umfassendes Bild zum Mobilitätsverhalten zu erlangen. Die Erhebungen werden vom beauftragten Büro R+T Verkehrsplanung GmbH aus Darmstadt nach einem standardisierten Verfahren durchgeführt und ausgewertet und sind datenschutzrechtlich abgestimmt.

Die erste öffentlich sichtbare Maßnahme werden Verkehrszählungen sein, die mithilfe von Videozählgeräten und Seitenradargeräten an über 40 Stellen im Stadtgebiet werden. Ab Mitte September 2024, werden die ersten Geräte aufgebaut. Sie erfassen beispielsweise die Fahrzeugmengen an Kreuzungen oder zählen Fahrzeuge an bestimmten Querschnitten über einen festgelegten Zeitraum hinweg. Zusätzlich werden Verkehrsdaten aufgenommen, um Informationen über Durchgangsverkehre oder das Quell-Ziel-Verkehrsaufkommen zu gewinnen. Es werden keine Geschwindigkeiten gemessen und die Auflösung der Videoaufzeichnungen ist so gering, dass weder Kennzeichen, Gesichter noch andere Auffälligkeiten zu erkennen sind. So wird gewährleistet, dass die Ansprüche an den Datenschutz eingehalten werden.

In den kommenden Monaten kommen außerdem weitere Erhebungsmethoden zum Einsatz:
Eine Haushaltsbefragung in 5.000 Haushalten liefert detailliert Aufschluss über die Verkehrsgewohnheiten und Verkehrsbedürfnisse der befragten Bürgerinnen und Bürger.
Alle Bürgerinnen und Bürger aus Weinheim werden außerdem dazu eingeladen, an einer Online-Umfrage zu Defiziten und Potentialen in Weinheim teilzunehmen. 
Der Parkraum in der Weinheimer Altstadt wird analysiert und seine Auslastung durch Begehungen erfasst.
Eine Verkehrsbefragung von Arbeitgebern in Weinheim ermittelt die Bedürfnisse der Unternehmen in Hinblick auf Mobilität und sowie das Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden (Pendlerströme).
Das Mobilitätsverhalten sowie die Mobillitätsbedürfnisse der Kunden und Besuchern von Weinheim wird durch einer Passantenbefragung ermittelt.

Über diese Erhebungen hinaus wird es für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit geben sich in das Projekt einzubringen. Den Start dazu bildet die Auftaktveranstaltung am 19.9.2024 um 18 Uhr in der Stadthalle. Für den Zeitraum vom 19.9.2024 bis zum 14.11.2024 wird es die Möglichkeit geben, sich über die Online-Beteiligung einzubringen. Wie auch schon in der Zukunftswerkstatt wird es eine Arbeitsgruppe aus Interessensvertretern und Bürgern geben, die eine weitere Beteiligungsform darstellt. 

Eine Zusammenfassung der Analyseergebnisse wird nach deren Auswertung öffentlich im Rahmen einer Bürgerbeteiligung vorgestellt. Hier erhalten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihr Feedback einzubringen. Darauf folgend werden dann auf Grundlage der erhobenen Daten in einem Leitbild Handlungsnotwendigkeiten aufgezeigt und priorisiert sowie ein integriertes Maßnahmenkonzept ausgearbeitet.

Zweiter Schritt: Ziele und Maßnahmenkonzepte - Wo geht es hin?

Auf Grundlage der Analyse und den Rückmeldungen aus den verschiedenen Beteiligungsveranstaltungen wurden die Ziele des städtebaulichen Rahmenplans für den Bereich Mobilität konkretisiert. Neben der Öffentlichkeitsveranstaltung, in der die Analyseergebnisse präsentiert wurden und das daraus abgeleitete Zielkonzept besprochen wurde, fanden noch weitere Beteiligungsformate statt. In der Arbeitsgruppe wurde das Zielkonzept maßgebend mitgestaltet und aus dem Dialog mit dem Verflechtungsraum kamen weitere gute Hinweise. Innerhalb der Verwaltung fanden verschiedene Austauschformate statt, um die betroffenen Fachbereiche entsprechend einzubinden. Anhand der formulierten Ziele wurden dann mit der Betrachtung von Planfällen und Szenarien der Mobilitätsentwicklung das Szenario „gemeinsam mobil“ erarbeitet.

Darauf aufbauend werden aktuell Maßnahmenideen entwickelt, die auf strategisch-konzeptioneller Ebene den Rahmen für die Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung der kommenden zehn bis 15 Jahre bilden sollen.

Die Maßnahmen umfassen bauliche Infrastrukturmaßnahmen, betriebliche Maßnahmen, organisatorische Maßnahmen wie verkehrslenkende und verkehrsrechtliche Regelungen und die Steuerung verwaltungsinterner Abläufe sowie Informations- und Kommunikationsmaßnahmen. Die Maßnahmen werden verkehrsmittelübergreifend betrachtet, Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zwischen den Verkehrsarten werden aufgezeigt.

Neben kurzfristig, mittelfristig und langfristig umsetzbaren Maßnahmen werden auch prozesshafte Maßnahmen benannt, die kontinuierlich fortzuführen sind. Am 15. Januar 2026 erfolgte die zweite Öffentlichkeitsveranstaltung, in der alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen waren, die Maßnahmenideen des nachhaltigen Mobilitätsplans zu diskutieren und sich einzubringen. Ab Mitte Februar war es zudem möglich, die Maßnahmenideen im Rahmen einer Online-Beteiligung zu bewerten.

Weitere Beteiligungsformate zu den Maßnahmenideen waren die 2. Sitzung der Arbeitsgruppe des nachhaltigen Mobilitätsplans (23.10.2025), der 2. Dialog Verflechtungsraum (27.11.2025) sowie verwaltungsinterne Workshops. 
Nach Abschluss der Beteiligungsphase werden die Ergebnisse ausgewertet und darauf aufbauend das Maßnahmenkonzept mit Umsetzungskonzept und Evaluationskonzept fertiggestellt.

Dokumentation der Beteiligungsschritte

Auftaktveranstaltung

19.09.2024

Die Auftaktveranstaltung zum nachhaltigen Mobilitätsplan Weinheim 2040 fand am 19. September 2024 in der Stadthalle Weinheim statt und dauerte rund zweieinhalb Stunden. Sie bildete den offiziellen Beginn des Erarbeitungsprozesses. Nach der Begrüßung durch den Ersten Bürgermeister Andreas Buske wurden die Ziele, Hintergründe sowie der mehrstufige Planungsprozess vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung und des beauftragten Verkehrsplanungsbüros erläuterten die Analyse-, Strategie- und Konzeptphase sowie Beteiligungsinstrumente wie die Haushaltsbefragung und die Online-Beteiligung.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drei aufeinanderfolgende Brainstorming-Runden zu bestehenden Schwachstellen, positiven Beispielen und zukünftigen Potenzialen der Mobilität in Weinheim. Die Anregungen der Teilnehmenden wurden mithilfe farbiger Moderationskarten und Stadtpläne gesammelt und anschließend im Plenum zusammengefasst. Mehr als 60 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über den bis Frühjahr 2026 laufenden Erarbeitungsprozess zu informieren.


Download:
Dokumentation der Auftaktveranstaltung (377 KB)
Präsentationsfolien zur Auftaktveranstaltung (6,9 MB)

Erste Online-Beteiligung

19.09.2024 - 14.11.2024

Während der knapp achtwöchigen Online-Beteiligung konnten alle Weinheimerinnen und Weinheimer ihre Hinweise und Ideen über eine interaktive Stadtkarte einbringen und sich so aktiv einbringen. Insgesamt gingen 790 Beiträge ein (120 Beiträge wurden aus der Auftaktveranstaltung übertragen); 665 ortsbezogene sowie 125 allgemeine Anmerkungen. 286 Personen beteiligten sich aktiv; 208 davon mit eigenen Beiträgen und 216 durch Bewertungen. Zusätzlich wurden 3.341 „Daumen hoch“ vergeben, was das hohe Interesse der Bevölkerung zeigt. Die Beiträge wurden systematisch ausgewertet und in ein Kategoriensystem überführt. Inhaltlich lag der Schwerpunkt mit 435 Beiträgen deutlich auf dem Radverkehr. Die überwiegend kritischen Rückmeldungen zur Radinfrastruktur und Verkehrssicherheit verdeutlichten den hohen Handlungsdruck in diesem Bereich.

Downloads:
Abschlussbericht zur ersten Beteiligungsphase (1,8 MB)

Erste Arbeitsgruppensitzung

20.02.2025

Die erste Arbeitsgruppensitzung zum nachhaltigen Mobilitätsplan Weinheim 2040 fand am 20. Februar 2025 in der Stadtbibliothek statt. Ziel war die Diskussion der Analyseergebnisse sowie die Erarbeitung von Zielen für drei Fokusräume. Die gemischt besetzte Gruppe aus zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern sowie Interessensvertretungen arbeitete nach einer Einführung zu Modal Split, Defiziten im Rad- und Fußverkehr, Parkraumnutzung und Kritik an Ampelschaltungen in drei Kleingruppen zu Weststadt, Innenstadt und Weinheim Ost. Im Fokus standen ein sicheres Rad- und Fußwegenetz, bessere Beschilderung, Abstellmöglichkeiten, barrierefreie Wege, Parkraumbündelung sowie eine bessere ÖPNV-Erschließung.


Download:
Dokumentation der ersten Arbeitsgruppensitzung (3,4 MB)

Erstes Werkstattgespräch

31.03.2025

Das erste Werkstattgespräch zum Verflechtungsraum fand am 31. März 2025 als zweistündiger Online-Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern benachbarter Kommunen, Verkehrsverbünde, Landkreise, des Regierungspräsidiums, der Autobahn GmbH sowie der Stadt Weinheim statt. Ziel war die Analyse der verkehrlichen Verflechtungen in der Rhein-Neckar- und Rhein-Main-Region sowie die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven für eine bessere überregionale Anbindung. Im Fokus standen zunächst Strukturdaten, darunter die Lage Weinheims an der Landesgrenze, starke Pendlerverflechtungen Richtung Mannheim und die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs. Im ÖPNV wurden insbesondere Kapazitäts- und Qualitätsprobleme des SPNV sowie Haltestellenmängel diskutiert. Beim Kfz- und Radverkehr wurden Netzlücken, Platzkonflikte und Ampelprobleme thematisiert. Zentrale Zukunftsthemen waren u. a. der S-Bahn-Halt Lützelsachsen, der Ausbau der Linie 5, Park+Ride und der Radverkehrsausbau.

Download:
Dokumentation des ersten Werkstattgesprächs (877 KB)

Erste Öffentlichkeitsveranstaltung

06.05.2025

Am 6. Mai 2025 fand in der Stadthalle Weinheim die erste Öffentlichkeitsveranstaltung zum nachhaltigen Mobilitätsplan Weinheim 2040 mit rund 50 Teilnehmenden statt. Nach der Begrüßung wurden der bisherige Prozess sowie zentrale Analyseergebnisse zur aktuellen Mobilitätssituation vorgestellt. Grundlage waren umfangreiche Erhebungen, Begehungen und Befragungen. Deutlich wurden insbesondere Defizite bei Rad- und Fußverkehr, Barrierefreiheit, Sicherheitsempfinden sowie Schwächen im ÖPNV und in der Parkraumnutzung. In anschließenden Gruppenarbeitsphasen diskutierten die Teilnehmenden Handlungsfelder und vorläufige Ziele entlang der Leitbilder „Weinheim für Alle“, „Lebenswertes Weinheim“ sowie „Nachhaltiges & klimagerechtes Weinheim“ und ergänzten bzw. priorisierten diese gemeinsam.

Zweite Arbeitsgruppensitzung

23.10.2025

Die zweite Arbeitsgruppensitzung zum nachhaltigen Mobilitätsplan Weinheim 2040 fand am 23. Oktober 2025 als rund dreieinhalbstündige Abendveranstaltung in der Stadtbibliothek statt. Aufbauend auf den Analyseergebnissen und dem Zielszenario „gemeinsam mobil“ diskutierten 32 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger sowie Interessenvertretungen erste konkrete Schlüsselmaßnahmen. In drei Gruppen wurden zentrale Themen vertieft, darunter gemeinsame Verkehrsräume, die Aufwertung von Innenstadtzugängen, die Umgestaltung der Bahnhofstraße, der Bereich Weschnitzbrücke sowie ein neues ÖPNV-Konzept mit Highlightlinie, Mobilstationen und Mobilitätspass.

Download:
Dokumentation der zweiten Arbeitsgruppensitzung (321 KB)

Zweites Werkstattgespräch

27.11.2025

Das zweite Werkstattgespräch zum Verflechtungsraum fand am 27. November 2025 als zweistündiger Online-Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Nachbarkommunen, Landkreisen, Verkehrsunternehmen und der Stadt Weinheim statt. Ziel war der Abgleich des Maßnahmenkonzepts des Mobilitätsplans Weinheim 2040 mit den regionalen Verflechtungen sowie die Diskussion erster Maßnahmenideen. Die Projektverantortlichen stellten den bisherigen Prozess, das Leitbild „gemeinsam mobil“ und zentrale Analyseergebnisse vor, darunter die starke Ausrichtung der Pendelwege Richtung Mannheim/Heidelberg, die Bedeutung des Radverkehrs sowie Defizite bei ÖPNV-Zuverlässigkeit, Ampelsteuerung und Durchgangsverkehren. Diskutiert wurden u. a. ein regionales Radhauptroutennetz, die Aufwertung von Straßenräumen, modernes Parkraummanagement mit P+R/Bike+Ride sowie Verbesserungen im ÖPNV, etwa durch eine Stadtbus-Highlightlinie.

Zweite Öffentlichkeitsveranstaltung

15.01.2026

Am 15. Januar 2026 fand in der Stadthalle Weinheim die zweite Öffentlichkeitsveranstaltung zum nachhaltigen Mobilitätsplan Weinheim 2040 mit mehr als 100 Teilnehmenden statt. Nach der Begrüßung durch Ersten Bürgermeister Andreas Buske wurden der bisherige Planungsprozess sowie das Zielkonzept vorgestellt. Im Mittelpunkt standen im Weiteren konkrete Maßnahmenideen für eine sichere, nachhaltige und lebenswerte Mobilität. Diskutiert wurden unter anderem barrierefreie Querungen, moderne Ampelanlagen, bessere Radwege, Verkehrsberuhigung, intelligentes Parkraummanagement sowie Verbesserungen im ÖPNV durch die "Highlightlinie", Mobilstationen und attraktive Tarif- und Taktangebote. In thematischen Arbeitsgruppen ergänzten und bewerteten die Teilnehmenden die Vorschläge und brachten eigene Hinweise in den weiteren Planungsprozess ein.

Zweite Online-Beteiligung

18.02.2026 - 18.03.2026

Im Rahmen der zweiten Online-Beteiligung konnten alle Interessierten vom 18. Februar bis 18. März 2026 auf weinheim-mobil.de 28 ausgewählte Maßnahmenideen kommentieren und bewerten. Insgesamt beteiligten sich 237 Bürgerinnen und Bürger mit 330 Kommentaren und 1.580 „Daumen hoch“. Die Plattform verzeichnete 2.324 Besuche und 4.957 Seitenaufrufe. Inhaltlich lag der Schwerpunkt klar auf dem Rad- und Fußverkehr sowie der Verkehrssicherheit. Besonders hohen Zuspruch erhielten die Maßnahmenideen für ein zusammenhängendes Radwegenetz, sichere Schulwege, verbesserte Radinfrastruktur und sicher gestaltete Straßenräume. Auch ÖPNV, Parkraummanagement, Innenstadtzugänge und die Anbindung der Ortsteile wurden intensiv diskutiert.

Downloads:
Ergebnisbericht zur zweiten Online-Beteiligung (1,8 MB)
Maßnahmensteckbriefe aus der zweiten Online-Beteiligung (3,4 MB)

Feedbackgespräch Arbeitsgruppe

21.04.2026

Der Feedback-Termin der Arbeitsgruppe zum Nachhaltigen Mobilitätsplan Weinheim 2040 fand am 21. April 2026 als Zoom-Videokonferenz statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Ergebnisse der öffentlichen Online-Beteiligung einzuordnen und ausgewählte Maßnahmenpakete vertieft zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen die drei Leitziele „Weinheim für alle“, „Lebenswertes Weinheim“ sowie „Nachhaltiges und klimagerechtes Weinheim“. Thematisiert wurden unter anderem Schulwegsicherheit, seniorengerechte Mobilität, Radverkehr, Aufenthaltsqualität an Haltestellen sowie die Verbesserung des regionalen ÖPNV. Die Teilnehmenden brachten ihre Einschätzungen und Prioritäten überwiegend über Mentimeter ein. Besonders wichtig wurden Maßnahmen zu Verkehrssicherheit, Radverkehrsinfrastruktur und einer besseren ÖPNV-Anbindung bewertet.

Download:
Dokumentation des Feedbackgesprächs (2,3 MB)