Pures Gift für Kinder
Das ist eklig. Und lebensgefährlich. Zigarettenkippen auf Kinderspielplätzen, das ist sicher kein Kavaliersdelikt. Wenn Kinder den gefundenen Rest in die Finger, im schlimmsten Falle in den Mund nehmen, droht Vergiftungsgefahr.
Ob die Personen, die dennoch mit Vorliebe auf Kinderspielplätzen rauchen und dann auch noch ihre Kippen auf den Boden werfen, das wissen? Hanne Klohr und Claudia Herweck, zwei Bauhofmitarbeiterinnen aus dem Trupp der Spielplatzpfleger, können nur den Kopf schütteln über so viel Rücksichtslosigkeit.
Die beiden Frauen haben jetzt einmal die Probe gemacht. Jeder öffentliche Weinheimer Kinderspielplatz wird mindestens einmal in der Woche sorgfältig gereinigt. Diesmal haben die beiden Kolleginnen mal alle Kippen, die auf dem Boden und nicht selten sogar in Sandkästen liegen, separat eingesammelt. Es sind mehrere Hundert. „Unglaublich“, berichteten sie ihrem Kollegen Holger Harnisch, der für die Sicherheit auf den Weinheimer Kinderspielplätzen zuständig ist. Auch er konnte nur verständnislos den Kopf schütteln.
Dabei ist das Rauchen seit dem Inkrafttreten des neuen Nichtrauchergesetzes am 1. Juni 2016 auf Spielplätzen (wie in Freibädern und an Bushaltestellen streng verboten). Bei einem Zuwiderhandeln können Bußgelder von bis zu 500 Euro verhängt werden. Dazu müsste man jemand aber auf frischer Tat erwischen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs werden künftig ganz genau darauf achten und Anzeige erstatten.

