„Sie alle sind unbezahlbar“

Mehrere hundert Gäste beim Weinheimer Ehrenamtstag im Schlosshof – Buske: „Ehrenamt hat eine gesellschaftspolitische Dimension“

Bezahlen kann man ein Ehrenamt nicht mit Geld. Die Währungen, mit denen eine Stadt den engagierten Menschen in ihrer Stadt etwas zurückgeben kann, sind Wertschätzung und Dankbarkeit. So ist es wieder gelungen am Donnerstag im Weinheimer Schlosshof, wo sich die Stadt mit einem „Ehrenamtstag“ bei allen Frauen und Männer, die sich freiwillig engagieren, mit einer Einladung bedankte. Als Geschenk gab es außerdem kostenlose Kultur und Verzehrbons. „Ihr Engagement ist das soziale Rückgrat unserer Gesellschaft. Ob im sozialen Bereich, in der Nachbarschaft, im Sport, im Katastrophenschutz, in der Kultur oder im Umweltschutz. Sie schaffen Zusammenhalt. Und Zusammenhalt ist das, was unsere Gesellschaft in diesen Zeiten mehr denn je braucht.“ So begrüßte Bürgermeister Andreas Buske die mehreren hundert Gäste und Teilnehmer des Ehrenamtstages. Er erklärte: „Sie alle hier sind unbezahlbar!“ „Freuen uns auf neue Ideen“ Weinheim, so Buske, könne sich extrem glücklich schätzen, eine so engagierte Bürgerschaft zu haben. Daher sei dieser Abend in erster Linie die Gelegenheit, Danke zu sagen: Der Bürgermeister und Interims-OB: „Danke! Danke! Danke!“ Buske bedankte sich für das Engagement auch im Namen des künftigen Weinheimer Oberbürgermeisters Michael Möslang. Er erinnerte daran, dass der künftige Rathauschef in vielen Gesprächen in den zurückliegenden Wochen – vor und nach seiner Wahl –immer wieder betont hat, wie wichtig ihm die Ehrenamts- und Engagementförderung ist, Buske: „Ich glaube, wir alle können gespannt sein und uns freuen auf seine neuen Ideen.“ Zwei junge und spannende Bands der Musikschule Badische Bergstraße gestalteten das Musikprogramm auf der Kultursommer-Bühne. Das Jazztrio „Just in Time“ und die Groove- und Gutelaune-Band „Shit happens“. „Just in Time“ ist eine Jazzband unter der Leitung von Musiklehrer und Profi-Jazzer Frank Hurrle. Pawel Zarembsky und Luigi Fusco spielten beide an ihren E-pianos. Luigi Fusco bereitet sich derzeit auf die Aufnahmeprüfung für Jazzklavier vor.  Daniel Remolina Prada ist der begnadete Drummer der Band. Er hat im Bundeswettbewerb „Popdrums“ diese Jahr die Höchstpunktzahl geholt.„Shit happens“ ist eine Schülerband der Musikschule, die sich dem Groove und der guten Laune verschrieben hat. Gute Laune war garantiert, auch bei schwülheißem Wetter. Frontman Jannis Peterson beeindruckte mit einem schnellen Mundwerk und seinen coolen moves. Pawel Zarembski spielt groovy den Part am Keyboard. Das rhythmische Fundament liefert Frank Hurrle am E-drum (Handsonic), der als studierter Jazzer die Bandleitung übernimmt.
Starker Auftritt der "Zweiburgenhelden"


Begleitet und unterstützt wurde der Ehrenamtstag - wie das ehrenamtliche Engagement in der Stadt generell - von den "Zweiburgenhelden", die eine Online-Plattform zur Vernetzung und zur Sichtbarkeit von Ehrenamt in Weinheim pflegen. Das Redaktionsteam konnte sich auf der Bühne vorstellen.Passend zum schwülen Abend verteilten sie Fächer mit dem Logo und der Aufschrift: "Ich bin ein:e Held:in".  Sven Holland, der die Plattform gestaltet, stellt die Idee mit den Worten vor: "Unser Wunsch und Ziel ist es, dass sich alle Weinheimer Ehrenamtlichen wie Zweiburgenhelden fühlen." Mehr Infos unter www.zweiburgenhelden.de Fast 200 000 Kilometer bei Stadtradeln Das spätere Abendprogramm gestaltet dann die Band „Dr. Wisebrod´s Swing Boppers“. Die Band um den Weinheimer Pianisten und Sänger „Dr. Wisebrod” alias Wolfgang Mothes, hat sich ganz dem Vintage-Stil der 40er und 50er Jahre verschrieben. Sie hatten eine eigene Mischung aus Elementen des Swing, Rhythm´n Blues und frühem Rock´n Roll zusammengestellt. Andreas Buske und Luzia Teinert aus dem Klimaschutzteam des Rathauses ehrten auch die besten Teilnehmer des diesjährigen Stadtradeln. In diesem Jahr wurden beeindruckende 194 822 Radkilometer zusammengeradelt. Weinheim liegt damit auch 2026 im kreisweiten Vergleich klar vorne. Über 1000 Weinheimerinnen und Weinheimer sind wieder mitgeradelt und das, obwohl es in diesem Jahr wirklich sehr heiß war. Buske bescheinigte: „Es zeigt wieder, dass die Aktion in Weinheim etabliert ist und das Radfahren in unserer Stadt ein wichtiges Thema ist.“ Geehrt wurden als beste Schule: Werner-Heisenberg-Gymnasium Weinheim mit 40 828 Kilometer. Als bestes Schulteam die Klasse 8/12, Dietrich-Bonhoeffer-Schule mit 5348,8 Kilometer. Als bester Verein die Ortsgruppe Weinheim, ADFC e.V. mit 8329,6 Kilometer. Bestes "sonstiges" Team war „Ripper radelt“ mit 6064,6 Kilometer. Die Einzelsieger sind: Erich Nowaczinski mit 124 Kilometer (Team Privatgymnasium Weinheim), Mehmet Aslan, 185,8 Kilometer (Team TSG 1862 Weinheim e.V.), Jochen Weidenthaler mit 281 Kilometer (Team Ripper radelt).

(Erstellt am 17. Juli 2026)

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