Alle wollten „Rauf auf die Burg“

So viel Leben herrscht nicht oft auf der Wachenburg über den Dächern Weinheims: Mehr als 2000 Menschen machten sich am Sonntag auf den Weg hinauf auf den Weinheimer Wachenberg und verwandelten die Burg für einige Stunden in einen großen Treffpunkt für Familien. „Rauf auf die Burg“ machte seinem Namen alle Ehre – und wurde für die Veranstalter von Stadt Weinheim und Tourismus Service Bergstraße zu einem rundum gelungenen Familienfest.

Schon auf den Wegen hinauf zur Wachenburg waren zahlreiche Familien unterwegs. Manche schlossen sich den geführten Wanderungen des Odenwaldklubs an, andere wählten auf eigene Faust den Weg über den Grüffelo-Pfad und die Burgruine Windeck. Oben angekommen, wartete ein dichtes Programm mit Aktionen zum Zuschauen, Ausprobieren und Mitmachen. Das Fest fand passend am Weltkindertag statt und war bei freiem Eintritt ganz besonders auf Familien zugeschnitten. Auch Oberbürgermeister Michael Möslang gehörte mit seiner Familie zu den begeisterten Besuchern. Er lobte die Veranstalter und Teilnehmer für das spannende Programm.
Dabei erwies sich die Wachenburg mit ihren Höfen, Mauern und dem weiten Blick über Weinheim und die Rheinebene als passende Kulisse. Die „Highlander“ sorgten für mittelalterliches Flair, die Falknerei zog große und kleine Zuschauer in ihren Bann. Beim historischen Fotostudio mit Waffenschau konnten die Besucher in vergangene Zeiten eintauchen, während sich die jüngeren Gäste unter anderem beim Soft-Bogenschießen versuchen konnten.
Überhaupt war Mitmachen ausdrücklich erwünscht. Kinder kelterten Äpfel, puzzelten um die Wette, bastelten und konnten beim Blindenparcours erfahren, wie sich Menschen ohne Augenlicht orientieren. Beim „Lernort Natur“ gab es mit der Mobilen Wildkammer Spannendes über heimische Tiere und ihre Lebensräume zu entdecken.
Auch Kultur und Literatur hatten ihren Platz auf der Burg. Das Bauchladentheater sorgte für Unterhaltung, im Rahmen des Kinder- und Jugendliteratursommers gab es Lesungen und Kreativangebote. Zu den Autoren gehörten Andreas Haller und Silke Sutcliffe.
Auch Cornelia Eicher, Leiterin des Weinheimer Stadttourismus, war sichtlich zufrieden und erklärte: „Das Konzept der Veranstaltung setzte bewusst darauf, Naturerlebnis und Bewegung mit einem abwechslungsreichen Familienprogramm zu verbinden, das hat gut funktioniert, und wir freuen uns, dass es gut angenommen worden ist“, erklärte sie.  Auch der große Besucherandrang ließ sich gut bewältigen, die Abläufe auf dem Burggelände funktionierten reibungslos.
Für Essen und Getränke war ebenfalls gesorgt. Das Team der Burgschänke von „Kaiser und  Flick“ sowie der Verein „Genial regional“ kümmerten sich um die Bewirtung. Mit Informations- und Aktionsständen beteiligten sich außerdem unter anderem der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, der Tourismus Service Bergstraße, „Genial regional“, die Tourist Information Weinheim und Fair Trade Town Weinheim.
Auch der Weg zur Burg gehörte an diesem Tag zum Programm. Der Odenwaldklub hatte geführte Wanderungen angeboten, die durch Weinheims Grünanlagen und den Exotenwald führten. Der vom städtischen Bauhof zuvor hergerichtete Weg über den Grüffelo-Pfad bot eine weitere familienfreundliche Möglichkeit für den Aufstieg.
 

(Erstellt am 21. September 2026)

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