Viele Gemeinsamkeiten
Es war fast wie ein Klassentreffen mit dem Vertrauenslehrer: sie saßen im Kreis an den Tischen, spielten sich gegenseitig die Ideen-Bälle zu. Ein Wort gab das andere, ein Einfall folgte auf den nächsten. „Es ist mir eine große Freude, diese erste Sitzung nach der Sommerpause begleiten zu dürfen“, erklärte Weinheims Oberbürgermeister Michael Möslang. Der Jugendgemeinderat unter der Leistung seiner gewählten Vorsitzenden Heidi Wang tagte erstmals wieder seit Mitte Juli im Rathaus – und es gab einiges zu besprechen.
„Auch so Stadtsachen“, wie die JGR-Sprecherin es ausdrückte, womit sie den OB zum Schmunzeln brachte. Was sie damit meinte: Zum Beispiel Sicherheitsthemen für den Schulweg, zu früh oder zu spät angehende Straßenlaternen, dunkle Ecken im Stadtbild und so weiter. Alles was die Stadtverwaltung eben ändern kann„ Wir werden das Thema mit den Stadtwerken besprechen“, versprach der Rathauschef.
Andere Themen waren Graffiti-Wände, die Jugendliche gerne – künstlerisch geordnet – besprühen möchten, ein Sport-und Erlebnisplatz möglichst zentral in der Innenstadt, ein Oberstufenball für alle weiterführenden Schulen in Weinheim. Da rückte ein Ort sogar in den engeren Bereich der Möglichkeiten. Auch die Wiedereinführung des Bunten Schülerspaziergang mit dem Bündnis „Weinheim bleibt bunt“ rückte wieder in den Fokus.
„Ihr habt ja ganz schön viele Ideen“, bescheinigte der OB, der sich gleich mit dem Jugendgemeinderat für ein Team des nächsten Altstadtlaufs verabredete.
Michael Möslang sicherte dem Jugendgremium Unterstützung zu und stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Jugendpolitiker zu haben. Auch sollte man bereits die nächste Wahl ins Visier nehmen, die im November 2027 vorgesehen ist. „Im Moment haftet euch noch der Makel der geringen Wahlbeteiligung an“, gab er zu Bedenken, „das müssen wir gemeinsam aus der Welt schaffen und dafür sorgen, dass es beim nächsten Mal besser wird“. Daher müsse der Jugendgemeinderat mit Aktionen, aber mit spürbarer Präsenz im Gemeinderat auf sich aufmerksam machen. „Wir helfen gerne dabei“, sagte er zu – ebenso wie eine auch künftig häufige Teilnahme, wenn es sein Terminkalender erlaubt.
