Gedenken an die Reichspogromnacht

„Die Verbrechen der Nationalsozialisten aufzuarbeiten, ihrer Opfer zu gedenken und die Erinnerung auch in nachfolgenden Generationen wach zu halten, ist und bleibt eine immerwährende Aufgabe und moralische Verpflichtung. Doch Erinnern allein genügt nicht.“ Mit diesem Satz, der aus seinem Munde bei Gedenkveranstaltungen der letzten Wochen öfter zu hören war, rüttelt Weinheims Oberbürgermeister Michael Möslang auch im Vorfeld der Gedenkveranstaltung der Stadt zum 9. November auf – um die Bürgerinnen und Bürger einzuladen, daran teilzunehmen.

An diesem Tag, am Montag, 9. November, 18 Uhr, gedenkt die Stadtgesellschaft am Mahnmal für die Opfer von Gewalt, Krieg und Verfolgung im Stadtgarten in der Dr.-Bender-Straße der Reichspogromnacht des Jahres 1938 und der damit verbundenen Zerstörung der jüdischen Synagoge in Weinheim.
 
In seiner Einladung schreibt der OB. „Der wachsende Antisemitismus, der Krieg in der Ukraine, der Nahostkonflikt und ihre Folgen in unserer Gesellschaft zeigen auf erschreckende Weise: Die Lehren aus der Geschichte sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen jeden Tag aufs Neue gelebt und verteidigt werden.“ „Nie wieder“ sei deshalb kein Satz für die Vergangenheit. „Nie wieder ist jetzt, es ist ein Auftrag an uns alle, Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit entschlossen entgegenzutreten, jüdisches Leben zu schützen und unsere Demokratie und die Würde jedes Menschen zu verteidigen.“  
 
Das Mahnmal wurde am 9. November 1999 als Ort der Mahnung und des Gedenkens eingeweiht. Jetzt soll es wieder der Ort sein, an dem in gemeinsames Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz und Zusammenhalt gesetzt wird.

(Erstellt am 28. Oktober 2026)

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