Das Richtfest kommt gerade richtig

Es ist die größte Investition in Bildung in Weinheim seit dem Bau der Zweiburgenschule. Und sie wächst und wächst – zeitlich und finanziell exakt nach Plan: Der Neubau der KiTa Kuhweid und des neuen Mehrgenerationenhauses zwischen der Konrad-Adenauer-Straße und der Kurt-Schumacher-Straße.

Beide Bauvorhaben liegen im Zeitplan und im vorgesehenen Kostenrahmen. Im September 2027 soll die Kita aus ihrem Provisorium zurückkehren und in den neuen Kindergarten einziehen, wenn auch die Außenanlagen entsprechend kindgerecht hergerichtet sind. Das Mehrgenerationenhaus soll sogar schon früher seinen Betrieb aufnehmen.  Ein wichtiger Meilenstein steht bereits bevor: Am 6. November wird Richtfest gefeiert.
Dort im Westen der Weststadt entsteht derzeit ein neues Zentrum für Betreuung, Begegnung und gemeinschaftliches Leben. Die neue Kita ersetzt den bisherigen, aus den 1970er-Jahren stammenden Altbau, der Sitzrisse hatte und nicht mehr nutzbar war. Auch das Mehrgenerationenhaus wird neu errichtet und löst seinen Vorgängerbau aus ungefähr derselben Zeit ab. Dieser bleibt zunächst bestehen und wird nach Fertigstellung des Neubaus abgebrochen.
 
„Hier nimmt die größte Bildungsinvestition der Stadt Weinheim seit der Einweihung der Zweiburgenschule vor fünf Jahren Gestalt an“, sagt Projektleiterin Sabine Seybold vom städtischen Amt für Immobilienmanagement. Gemeinsam mit Architekt Lars Reichart, ihrer Kollegin Eva Dellbrügge und Amtsleiter Andreas Könnecke informierte sie bei einem Ortstermin über den aktuellen Stand der Arbeiten.
 
Rohbau abgeschlossen – Innenausbau folgt
 
Die wichtigste Nachricht vom Bauplatz: Der Rohbau ist für das Richtfest abgeschlossen, so dass die Gebäude vor dem Winter geschlossen sind – dann kann das Wetter keinen Strich mehr durch die Rechnung machen. Die Gebäude wurden in modularer Fertigbauweise errichtet. Derzeit laufen unter anderem Zimmermanns-, Stahlbau-, Fassaden- und Metallbauarbeiten. In Kürze sollen erste Fenster eingesetzt werden; anschließend stehen Dämmarbeiten an. In den kommenden Wochen beginnen zudem die Arbeiten an den Außenanlagen.
 
Im weiteren Bauablauf folgen die Dacharbeiten. Auf den begrünten Dächern werden rund 300 Photovoltaik-Elemente installiert, die künftig Strom erzeugen. Im Gebäudeinneren stehen unter anderem Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroarbeiten sowie der Einbau von Aufzügen und Küchen an. Im weiteren Verlauf folgen Estrich, Trockenbau, Bodenbeläge, Malerarbeiten, Innentüren und Einbaumöbel.
 
Die beiden Gebäude werden auf Höhe des Obergeschosses durch eine Brücke miteinander verbunden. So entstehen baulich verknüpfte Einrichtungen, die unterschiedliche Angebote für Kinder, Jugendliche und weitere Generationen unter einem räumlichen Gesamtkonzept zusammenführen.
 
Für den Neubau der Kita Kuhweid und des Mehrgenerationenhauses hatte der Gemeinderat 2024 ein Gesamtbudget mit einer Obergrenze von 17 Millionen Euro beschlossen. Darin war ein Puffer von 800 000 Euro vorgesehen. Nach einer Kostenberechnung vom Juli 2025 liegt der kalkulierte Kostenrahmen inzwischen bei 17,25 Millionen Euro.
 
„Rund 85 Prozent der Leistungen sind ausgeschrieben und etwa 80 Prozent bereits beauftragt“, berichtet Projektleiterin Sabine Seybold. Insgesamt sind rund 50 Gewerke an der Baumaßnahme beteiligt. Ergo: Da kann nicht mehr viel verrutschen.
 
Neue Quartiersmitte mit viel Platz für Begegnung
 
Nicht nur die Gebäude selbst, auch die Freiflächen werden neu gestaltet. Auf dem insgesamt rund 11 000 Quadratmeter großen Areal soll eine lebendige Quartiersmitte entstehen – eine Art neuer Dorfplatz für die Weststadt.
 
Eine über 100 Jahre alte Eiche bleibt erhalten und soll künftig Schatten für die Freifläche spenden. Der bisherige Bolzplatz wird durch ein neues Aktivitätenfeld ersetzt, auf dem unterschiedliche Sportarten wie Basketball möglich sind. Zusätzliche Sitzbereiche laden zum Verweilen ein, weitere Bäume ergänzen die Begrünung. Ein neuer Weg verbindet die Kurt-Schumacher-Straße mit der Konrad-Adenauer-Straße.
 
Damit soll ein Ort entstehen, an dem Betreuung, Freizeit, Bewegung und Begegnung zusammenkommen. Die Kita und die Angebote für Jugendliche im Mehrgenerationenhaus bilden dabei wichtige Bausteine. Die neu gestaltete Quartiersmitte soll den bestehenden Treffpunktcharakter des Areals aufnehmen und deutlich erweitern.
 
Mit dem Richtfest am 6. November wird nun der nächste sichtbare Meilenstein auf dem Weg zu den beiden neuen Einrichtungen gefeiert. Wenn alles weiterhin nach Plan läuft, kann die Weststadt im September 2027 ein modernes, gemeinschaftlich ausgerichtetes Zentrum in Betrieb nehmen.
 

(Erstellt am 30. Oktober 2026)

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