Nach dem Hof nun die Halle
Die Stadt Weinheim steckt permanent Geld in die Sanierung und Erhaltung ihrer Schulgebäude. Im Moment wird die Außenfassade der Turnhalle an der Pestalozzi-Grundschule auf beiden Seiten erneuert. Das ist nach dem Schulhof im vergangenen Jahr die nächste Verbesserung an der altehrwürdigen Innenstadt-Grundschule.
Die Fassadensanierung des Gebäudes betrifft etwa 1000 Quadratmeter Wandfläche auf beiden Seiten. Alles wurde mit einem etwa 18 Zentimeter dicken Vollwärmeschutz versehen sowie einem neuen Putz, der dann in einem gelben Farbton gestrichen wird (wie die bereits fertiggestellte Wand) hin zur Schulstraße. Diese Wand musste aus Sicherheitsgründen vorgezogen werden, weil von dort Putz auf den Gehweg bröckelte.
Dazu kommen rund zwei Dutzend neue und gut isolierte Fenster mit Alu- oder Kunststoffrahmen. Bis Anfang April, so Architekt Max Weber vom gleichnamigen Weinheimer Architekturbüro diese Woche bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Amt für Immobilienwirtschaft, soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Sie liegt dann zeitlich und finanziell im Rahmen. Rund 600 000 Euro sind im Haushalt für die Maßnahme vorgesehen, die Stadt bekommt als Bauherr allerdings staatliche Zuschüsse, weil die Turnhalle (in der auch der Hort untergebracht ist) energetisch deutlich verbessert wird. Weber erläuterte, dass Fassadenarbeiten in der nasskalten Jahreszeit nie so einfach umsetzbar sind. Daher habe die Firma öfter auch an Wochenenden gearbeitet, wenn es gutes Wetter auszunutzen galt.
Jedenfalls spart die Stadt jetzt Heizkosten für die beiden Turnhallen und im Hort. Die Fassade schützt das Gebäude außerdem vor Wind und Wetter. Die Turnhalle der Schule ist in ihren Grundmauern übrigens ebenso alt wie die denkmalgeschützte Schule selbst, also Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. Auf die heutige Höhe wurde sie allerdings erst in den 60er-Jahren aufgestockt.
