Die schönsten Fotomotive der Stadt

Der schönste Tag im Leben muss natürlich für die Ewigkeit festgehalten werden. In Weinheim gibt es einige Orte, die sich als Hintergrund und Umrahmung von Hochzeitsfotos besonders gut eignen. Hier ein paar Tipps.

Der Schau- und Sichtungsgarten Herrmannshof

Foto: Gunnar Fuchs

Am schönsten sind die Geschichten zu den Pflanzen. Wie jene dieser geheimnisvollen Myrte, die mittlerweile acht Meter hoch und so breit ist, dass sie fast quadratisch wirkt. Sie steht genau neben dem Gärtnerhaus des Hermannshofs, der dem in Weinheim ansässigen Weltunternehmen Freudenberg gehört. Für die Familie Freudenberg ist der Baum das Herzstück des Gartens. Entstanden ist die Myrte einst aus einem Zweiglein im Brautstrauß von Helene Freudenberg. Das war im Jahr 1879. Noch heute darf sich jedes Fräulein Freudenberg vor der Hochzeit daraus einen Brautstrauß herausschneiden.
 
Der Schau- und Sichtungsgarten Herrmannshof nimmt eine Ausnahmestellung unter den Parks und Gärten in Weinheim ein. Denn einerseits ist er natürlich Oase und Ausflugsziel für alle Freunde von Natur und Gärten. Andererseits widmet er sich aber wissenschaftlichen Untersuchungen und ist sogar vergleichbar mit Universitätsgärten wie jenem in Hohenheim bei Stuttgart.
Zu den weiteren Besonderheiten im Park gehören auch ehrwürdige Bäume, wie eine über 230-jährige Riesenplatane, die unter der Wurzel einen hohlen Stamm hat, der über einen Schacht sogar begehbar ist.
Außerdem, um nur eine Auswahl zu nennen: ein eindrucksvoller Ginkgo biloba (115 Jahre), ein über 100 Jahre alter Sequoiadendron giganteum (Stammumfang neun Meter!), ein Taschentuchbaum, eine immergrüne Eiche, eine Pergola mit 80 Jahre alten und besonders prächtigen Glyzinen. Sie blühen im Frühjahr violett und üppig und sind wahrscheinlich das am häufigsten benutzte Hochzeitsmotiv Weinheims.
 
Zu jeder Jahreszeit zeigt der Hermannshof ein anderes „Gesicht“.
Rund 100.000 Gäste aus aller Welt besuchen während eines Jahres den Garten.
 
www.sichtungsgarten-hermannshof.de

Der Schlosspark

Foto: Gunnar Fuchs

Der Schlosspark mit seinen grünen Wiesen, dem malerischen kleinen Weiher, in dem sich abends die Burgen und der Blaue Hut kopfüber spiegeln, den Fontänen sowie den exotischen Bäumen und Büschen ist das Herz Weinheims.
 
Der heutige Schlosspark entstand um 1800 aus zwei bestehenden Barockanlagen.
Seine endgültige Form erhielt der großzügige Park im 19. Jahrhundert als Landschaftspark mit wertvollem Baumbestand, zu dem unter anderem die größte Libanonzeder Deutschlands, eine beeindruckende Erscheinung im Kleinen Schlosspark, gehört.

Der Exotenwald

Foto: Maria Zimmermann

Auf einer Fläche von rund 60 Hektar, gleich im Anschluss an den Schlosspark, erstreckt sich der Weinheimer Exotenwald.
Mit dem Exotenwald wollte der Begründer, Graf von Berckheim, ursprünglich seinen Schlosspark erweitern. Daher plante und baute er in den ersten Jahren ein Wegenetz, das für Kutschfahrten geeignet war – Walker, Jogger und Radfahrer freuen sich heute darüber.
Von etwa 150 Baum- und Straucharten der Gründerzeit sind rund 50 übrig geblieben.
Sie bildeten die Grundlage des heutigen Exotenwaldes mit seinen 170 Arten.
 
Die Mammutbäume sind der beeindruckendste Bestand des Exotenwaldes. Die höchsten Bäume – zwischenzeitlich gerade einmal 145 Jahre alt – haben fast 60 Meter Höhe erreicht.
In direkter Nachbarschaft stehen Kobushi-Magnolie und Großblättrige Japanische Magnolie, der Blauglockenbaum, die Chinesische Lilien-Magnolie, der Taubenbaum und im benachbarten amerikanischen Bereich die Gurkenmagnolie, die Schirmmagnolie sowie einige weitere Arten.

Die Burgen

Foto: Maria Zimmermann

Die Burgruine Windeck und die höher gelegene und deutlich jüngere Wachenburg bieten besondere Fotomotive vor dem Panorama der Stadt und der Region.
Da beide Burgen nach Westen blicken lassen, bieten zudem sommerliche Sonnenuntergänge eine beeindruckende Kulisse.

Das Gerberbachviertel

Foto: Maria Zimmermann

Das Gerberbachviertel wirkt mit seinen verwinkelten Gassen und alten Fachwerkhäusern heute malerisch, es bildete einst die Keimzelle der Entwicklung Weinheims zur Industriestadt. Die Geschichte der Weinheimer Gerberzunft erlebte Ihre Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert. Die meisten der reich geschmückten Fachwerkhäuser stammen aus dieser Zeit. Prägende Gebäude sind heute noch das Kerwehaus in der Münzgasse, der Büdinger Hof in der Judengasse und die Ulner Kapelle in der Stadtmühlgasse.

Weinheim als Gastgeber

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